1. Startseite
  2. Bayern

DruckenTeilen

Im Freistaat haben sich mehrere hundert Menschen zusammengetan, um gegen den Angriff der USA auf Venezuela zu demonstrieren.

München/Nürnberg – Hunderte Menschen haben in Bayern gegen den militärischen Angriff der USA auf Venezuela demonstriert. In München zogen etwa 400 Teilnehmer durch die Straßen, während sich in Nürnberg bis zu 180 Personen zu Beginn einer Versammlung einfanden, um ihre Solidarität mit dem südamerikanischen Land zu bekunden. Beide Demonstrationen folgten auf die nächtliche Operation am vergangenen Wochenende, bei der der venezolanische Staatspräsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores gefangen genommen wurden.

Mehrere hundert Menschen in Bayern zeigten ihre Solidarität mit Venezuela, hier in Nürnberg.Mehrere hundert Menschen in Bayern zeigten ihre Solidarität mit Venezuela, hier in Nürnberg. © IMAGO/Ardan FuessmannProtestzug durch München – Kundgebung verlief friedlich

Die Münchner Kundgebung verlief nach Angaben einer Polizeisprecherin friedlich. Ursprünglich war die Veranstaltung als stationäre Demonstration geplant, entwickelte sich dann aber zu einem Protestzug durch die Landeshauptstadt. Die Teilnehmer drückten ihren Unmut über das Vorgehen der US-Regierung aus.

Bei dem militärischen Einsatz in der Nacht zum Samstag (3. Januar) hatten US-Streitkräfte den als autoritär geltenden Maduro sowie seine Frau festgenommen und außer Landes gebracht. Das Ehepaar soll nun in New York vor Gericht gestellt werden. Die Anklage umfasst unter anderem den schwerwiegenden Vorwurf des „Drogenterrorismus“.

Klimawandel verändert Bayern – Fotos zeigen „alarmierende“ FolgenDer Klimawandel trifft die Seen Bayerns mit voller Wucht. Laut Bayerischem Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz (StMUV) ist deren Ökosystem „aus dem Gleichgewicht geraten“. Das Foto zeigt eine durch Trockenheit freigelegte Uferzone am Bodensee aus dem April 2025.Fotostrecke ansehen

Die US-Regierung betont, dass es sich bei der Operation nicht um einen Versuch handelte, einen Machtwechsel in Venezuela herbeizuführen. Stattdessen bezeichneten offizielle Stellen den Einsatz als Polizeiaktion mit militärischer Unterstützung. Die bayerischen Demonstranten sahen in dem Vorgehen jedoch offenbar einen Angriff auf die Souveränität Venezuelas, was sie zu ihren Solidaritätsbekundungen in München und Nürnberg veranlasste. (Quelle: dpa) (res)