Am Sonntagnachmittag ist in Templin (Brandenburg) ein Schuppen in Flammen aufgegangen. Das Brisante: Das Grundstück gehört dem Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner – und es handelt sich wohl um einen Brandanschlag. Zumindest hat der Staatsschutz nach Angaben der Polizei Ermittlungen aufgenommen.
Hamas-Symbol auf Haustür von Linken-Politiker
In unmittelbarer Nähe des angrenzenden Schuppens sei ein verfassungsfeindliches Symbol aufgebracht worden. Der Hintergrund des Anschlags und die Motivlage seien Gegenstand weiterer Ermittlungen. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll auf der Haustür ein rotes Dreieck als Symbol der Hamas aufgebracht worden sein.
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Der Antisemitismusbeauftragte Büttner sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Meine Familie befand sich zu diesem Zeitpunkt im Haus. Wir sind körperlich unverletzt, stehen aber unter dem Eindruck eines schweren Angriffs.“ Büttner erklärte: „Ich werde mich davon nicht einschüchtern lassen.“
Antisemitismusbeauftragter des Bundes: „Ausdruck des Antisemitismus“
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, zeigt sich bestürzt über den Vorfall in Brandenburg. „Der Angriff auf das Haus von Andreas Büttner ist ein feiger und zutiefst alarmierender Ausdruck des Antisemitismus, dem wir uns als Staat und Gesellschaft entschieden und mit allen Mitteln entgegenstellen müssen“, sagte Klein unserer Redaktion.
Antisemitismus sei „keine abstrakte Ideologie – er bedroht Juden wie Nichtjuden ganz konkret mit Leib und Leben“, so Klein. „Ob er sich hinter Hakenkreuzen, Hamas-Dreiecken oder anderen menschenverachtenden Symbolen verbirgt – Antisemitismus bleibt Antisemitismus.“
fmg mit dpa