Stand: 04.01.2026 21:15 Uhr

Ein Testspiel gegen Werder Bremen vor gut 25.000 Zuschauern im Millerntor-Stadion bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, das hört sich nach dem FC St. Pauli an. Auch fußballerisch überzeugten am Sonntag beim 0:0 vor allem die Kiezkicker.

von Matthias Heidrich

Die Rasenheizung und Greenkeeper des FC St. Pauli wurden mit den Schneemassen der vergangenen Tage gut fertig und sorgten für einen ordentlich bespielbaren Rasen.

Franzbrötchen für 50 freiwilllige Helfer

Für das Drumherum rief der Club seine Fans um Mithilfe auf und 50 St.-Pauli-Anhänger ließen sich nicht lange bitten, packten am Sonntagvormittag kräftig mit an, um auch die Tribünen vom Schnee zu befreien. Der Verein bat wenige Stunden später sogar darum, dass nicht noch mehr Menschen kommen. Als Dank an die freiwilligen Helfer gab es Franzbrötchen. 

Fans befreien das Millerntor-Stadion vom Schnee

„Fan-Schneeräumdienst“ im Millerntor-Stadion des FC St. Pauli.

Der Lohn: Von den gut 29.000 erwarteten Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion waren letztlich immer noch 25.087 da – den Witterungsbedingungen zum Trotz. Für diejenigen, die es trotz Ticket nicht geschafft haben, will St. Pauli eine Lösung finden.

St. Pauli dominant, Ando feiert sein Debüt

Auf dem Platz zeigte eine Woche vor dem Re-Start der Bundesliga vor allem St. Pauli eine Spielidee. Das Team von Trainer Alexander Blessin kombinierte gefällig und dominierte über weite Strecken die Partie. Allein, die Tore fehlten. Marwin Schmitz (46.) vergab frei vor dem Werder-Tor die beste Gelegenheit für die Gastgeber, bei denen der japanische Neuzugang Tomoya Ando in der zweiten Hälfte sein Debüt im Trikot der Kiezkicker feierte.

Blessin: „Schritt in die richtige Richtung“

„Die Punkte, an denen wir in den wenigen Tagen gearbeitet haben, hat die Mannschaft gut abgerufen. Stabilität und Intensität waren schon gut“, sagte St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin. „Es war ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben daran angeknüpft, wo wir 2025 aufgehört haben.“

St. Pauli erwartet Leipzig zum Bundesliga-Re-Start

Bereits am kommenden Wochenende geht es für die beiden Nordclubs nach der kurzen Pause in der Bundesliga mit dem 16. Spieltag weiter. Der FC St. Pauli empfängt am Sonnabend (15.30 Uhr, im NDR Livecenter) am Millerntor den Tabellenvierten RB Leipzig. Werder Bremen trifft zeitgleich im Weserstadion auf die TSG Hoffenheim (ebenfalls im NDR Livecenter).

St. Paulis Andreas Hountondji (r.) im Zweikampf mit Hoffenheims Albian Hajdari

Für St. Pauli gab es pünktlich zum ersten öffentlichen Training ordentlich Schneefall und eine Hiobsbotschaft. Stürmer Hountondji fällt erst einmal aus.

Victor Boniface von Werder Bremen

Wegen anhaltender Knieprobleme und einer möglichen Operation scheinen weitere Einsätze des Nigerianers für die Hanseaten ausgeschlossen.

Werder Bremens Victor Boniface (2.vl.) im Zweikampf mit St. Paulis Joel Chima Fujita (3.v.l.).

Welche Neuzugänge haben bei Werder, St. Pauli, in Wolfsburg und beim HSV eingeschlagen – und welche (noch) nicht? Das sagen die Daten.