Pjöngjang (Nordkorea) – Nach der Intervention der USA in Venezuela hat Nordkorea nach eigenen Angaben Hyperschall-Raketen getestet. Die Raketenstarts hätten am Sonntag stattgefunden, um die militärische Einsatzfähigkeit zur Kriegsabschreckung zu prüfen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Montag (Ortszeit).

Kim Jong-un gibt Raketen-Test bekannt

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un habe den Test beaufsichtigt. „Es ist eine sehr wichtige Strategie, die starke und zuverlässige nukleare Abschreckung aufrechtzuerhalten oder auszubauen“, wurde Kim zitiert. Dies gelte vor dem Hintergrund „der jüngsten geopolitischen Krise und verschiedener internationaler Umstände“. Am Sonntag hatte Nordkorea die US-Intervention in Venezuela vom Samstag als Verletzung staatlicher Souveränität verurteilt.

Ziel in rund 1000 Kilometern Entfernung getroffen

KCNA zufolge trafen die Raketen Ziele in einer Entfernung von rund 1000 Kilometern über dem Meer östlich von Nordkorea.

Das südkoreanische Militär hatte am Sonntag erklärt, Nordkorea habe ballistische Raketen in Richtung des Meeres im Osten des Landes abgefeuert. Der Test fand während eines Staatsbesuchs des südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung in China statt.