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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj bereitet sich auf eine diplomatische Woche vor. Welchen Schatten wirft der US-Schlag in Venezuela? Der News-Ticker.
Update, 13:42 Uhr: Außenminister Johann Wadephul hat den Eindruck zurückgewiesen, die Bundesregierung vermeide offene Kritik an der US-Regierung, um sie vor den neuen Ukraine-Gesprächen nicht zu verärgern (siehe Update unten „CDU-Politiker warnen vor Streit mit Trump“).
„Wir weichen hier keinem Aspekt aus, aber ich muss eben auch darauf hinweisen, dass wir ein größeres Bild sehen müssen“, sagte der CDU-Politiker mit Blick auf den US-Schlag gegen Venezuela. Wadephul äußerte sich bei einer Pressekonferenz mit seinem litauischen Kollegen Kestutis Budrys in Vilnius.
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Fotostrecke ansehenUkraine-Krieg aktuell: Selenskyj tauscht auch Chef des Geheimdienstes SBU aus
Update, 13:07 Uhr: Der ukrainische Geheimdienstchef Wassyl Maljuk hat in einer offiziellen Mitteilung seinen Rücktritt erklärt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb dazu auf Facebook, er habe sich mit Maljuk getroffen, und ihm für seine Einsätze gedankt. Es müsse jetzt mehr „asymmetrische Operationen“ der Ukraine gegen die Besatzer und den russischen Staat geben, erklärte Selenskyj weiter. Die Leitung der Abteilung dafür werde jetzt Maljuks neue Aufgabe sein, hieß es weiter.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg aktuell: Merz nimmt an „Koalition der Willigen“-Treffen in Paris teil
Update, 12:19 Uhr: Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs: In Paris berät am Dienstag (6. Januar) die „Koalition der Willigen“. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt ebenfalls an den Beratungen teil. Einige Teilnehmer würden in Präsenz da sein, andere online zugeschaltet. Merz werde in Präsenz teilnehmen, teilte ein stellvertretender Regierungssprecher mit. Im Vordergrund würden „die Fragen nach einem Erreichen des Waffenstillstandes“ stehen. Dies erfolge „in enger Zusammenarbeit im Dreieck Ukraine, USA, Europa“.
Ukraine-Krieg aktuell: Putin droht Indien im Streit um Öl aus Russland
Update, 11.31 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Indien erneut mit massiven Zöllen gedroht, falls das Land seine Käufe von russischem Öl nicht einschränkt. „Sie treiben Handel, und wir können die Zölle sehr schnell erhöhen“, sagte Trump Reportern an Bord der Air Force One, wie Reuters berichtet. Die Drohungen verstärken den Druck auf Neu-Delhi während ergebnisloser Handelsgespräche.
Der republikanische US-Senator Lindsey Graham, der den US-Präsidenten begleitete, unterstützt Gesetze, die Zölle von bis zu 500 Prozent auf Länder wie Indien vorsehen, die weiter russisches Öl beziehen. „Wer billiges russisches Öl kauft, hält Putins Kriegsmaschinerie am Laufen“, sagte er laut Reuters.
CDU-Politiker warnen vor Streit mit Trump
Update, 10:45 Uhr: Aus Sorge um die Ukraine-Gespräche: Mehrere CDU-Politiker haben vor einem Konflikt mit US-Präsident Donald Trump wegen dessen militärischen Vorgehens gegen Venezuela gewarnt. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, und der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Armin Laschet, plädierten für Zurückhaltung bei der Kritik.
„Wir tun uns alle keinen Gefallen, wenn wir jetzt ein vorschnelles Urteil treffen und damit in Streit mit dem US-Präsidenten geraten, den wir ja gewinnen wollen“, sagte Hardt dem Bayerischen Rundfunk. Laschet warnte vor einem möglichen Einflussverlust bei den Ukraine-Gesprächen, falls Europa Trump zu einseitig anklage. Hardt betonte, Deutschland müsse Einfluss auf die US-Politik nehmen, „wo sie uns unmittelbar angeht“ – wie bereits in der Ukraine-Politik gelungen.
Ukraine-Krieg aktuell: Russlands Verluste steigen – 700 Drohnen an einem Tag
Update, 10.18 Uhr: Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter: In den vergangenen 24 Stunden verlor Putins Armee nach ukrainischen Angaben 990 Soldaten, acht Panzer und 29 Artilleriesysteme. Zusätzlich habe Moskau zwei Mehrfachraketenwerfer verloren; außerdem seien 704 Drohnen abgeschossen worden, meldete Kiew (Stand: 5. Januar). Diese Zahlen können unabhängig nicht überprüft werden.
Beobachter fürchten wegen Venezuela um Selenskyjs Argumente
Update, 9.39 Uhr: Welche Folgen könnte die US-Militäraktion in Venezuela für die Ukraine-Friedensgespräche haben? Am morgigen Dienstag (6. Januar) soll in Paris die von Frankreich und Großbritannien angeführte „Koalition der Willigen“ zusammenkommen. Wolodymyr Selenskyj fordert solide Sicherheitsgarantien der USA und der europäischen Staaten.
Ukraine-Krieg aktuell: „Verhandlungen im Schatten einer amerikanischen Militäraktion“
Beobachter sind in Sorge über Auswirkungen der Venezuela-Krise auf die Ukraine-Gespräche. „Nun müssen diese Verhandlungen im Schatten einer amerikanischen Militäraktion stattfinden, die die juristische Argumentation der Ukraine grundlegend untergräbt“, heißt es in einem aktuellen Meinungsstück der Kyiv Post. „Die Argumentation der Ukraine gegen Russland beruht auf grundlegenden Annahmen: Grenzen sind wichtig, Konflikte werden friedlich beigelegt, und militärische Gewalt gibt einem nicht das Recht, Landkarten neu zu zeichnen.“
Ukraine-Krieg aktuell: Medwedew droht nach Venezuela-Schlag Merz und Selenskyj
Zuvor hat der ukrainische Präsident bereits eine indirekte Drohung des früheren Kremlchefs erhalten. Analog zu dem Vorgehen der USA in Venezuela kann sich Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew ähnliche Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschefs vorstellen, unter ihnen Bundeskanzler Friedrich Merz. Medwedew fügte mit Blick auf Selenskyj hinzu, dass es aus dieser Sicht „sicherlich besser ist, sich nicht zu entspannen“, da dessen Amtszeit längst abgelaufen sei.
Ukraine-Krieg aktuell: Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf Kiew
Update, 5. Januar, 8.53 Uhr: Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit Angriffen überzogen. In der Hauptstadt Kiew wurde Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge eine medizinische Einrichtung getroffen, vier Menschen seien dadurch verletzt worden. Ein Mann, der zur Behandlung in der Einrichtung war, kam demnach ums Leben.
Auch im Kiewer Umland hatten die Schläge schwere Folgen. In der Nacht gab es teilweise in der gesamten Ukraine Luftalarm. Nach Angaben der Luftstreitkräfte setzte Moskau neun ballistische Raketen und umfunktionierte Flugabwehrraketen sowie 165 Kampfdrohnen ein. Davon seien 137 Drohnen abgewehrt worden.
Ukraine-Krieg aktuell: Trump ändert Meinung zu Putins Vorwurf
Erstmeldung: Kiew – Die von US-Präsident Donald Trump befohlene Intervention in Venezuela hat Sorgen geschürt, dies könne zugleich ein Präzedenzfall für ein Vorgehen der USA in Grönland oder für ein von den USA gebilligtes weiteres Vorgehen Russlands im Ukraine-Krieg werden.
Die Ehefrau des stellvertretenden Stabschefs im Weißen Haus, Katie Miller, hatte nach der Militäraktion in Venezuela eine Karte Grönlands in US-Farben mit dem Wort „Soon“ („Bald“) gepostet.
Führt ein wechselhaftes Verhältnis zu Putin (l.): Trump, hier beim Treffen in Alaska im August 2025 © Jae C. Hong/dpaTrump: Glaube nicht an Angriff Kiews auf Putins Residenz
US-Präsident Donald Trump indes hat seine Einschätzung zu einem angeblichen ukrainischen Angriff auf eine Putin-Residenz inzwischen korrigiert. Der Republikaner erklärte auf Nachfrage, er glaube nicht mehr, dass dieser Angriff stattgefunden habe.
Vor einer Woche hatte Trump nach einem Gespräch mit Putin den vermeintlichen Angriff noch kritisiert und gesagt: „Das ist nicht gut.“ Die CIA hatte jedoch erkannt, dass die Ukraine weder Putin ins Visier genommen noch eine seiner Residenzen angegriffen hat, wie Medien berichteten. Kiew hatte die russischen Vorwürfe von Anfang an vehement bestritten.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj setzt auf Diplomatie – und Verteidigung
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat unterdessen eine neue diplomatische Offensive angekündigt und bereitet sich parallel auf eine Fortsetzung der militärischen Verteidigung vor. „Es werden Treffen in Europa stattfinden, die für die Ukraine einen weiteren Beitrag zu unserem Schutz und zur Beendigung des Krieges leisten sollen“, sagte Selenskyj laut dpa in seiner abendlichen Videoansprache.
Die Ukraine setze auf zwei Optionen: Diplomatie oder „weitere aktive Verteidigung, falls der Druck der Partner auf Russland nicht ausreicht“, erklärte der Präsident. Am Dienstag (6. Januar) soll in Paris die von Frankreich und Großbritannien angeführte „Koalition der Willigen“ zusammenkommen. Selenskyj ernannte zudem den bisherigen Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow zum neuen Chef seines Präsidentenamtes. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)