PRODUKTION - 14.01.2025, Hessen, Frankfurt/Main: Ein gold-wei

Von Frankfurt aus landet kein Condor-Flugzeug mehr in Düsseldorf.Bild: dpa / Arne Dedert

Urlaub & Freizeit

Condor wollte mit dem Flug Reisenden eine Transportalternative bieten und gleichzeitig der internen Logistik Vorteile bringen. Doch noch vor Beginn ist Schluss mit dem Flug, der viel auf einmal sein wollte.

05.01.2026, 13:0805.01.2026, 13:08

Lysander-Noel Liermann

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Eigentlich hätte das Angebot eine zusätzliche Möglichkeit für Reisende sein können, die im Alltag immer wieder mit Verspätungen, Ausfällen und Unsicherheiten auf der Schiene konfrontiert sind.

Doch noch bevor dieses Vorhaben überhaupt starten konnte, endet das Projekt bereits wieder: Die geplante Flugverbindung zwischen zwei großen deutschen Städten wird von Condor nicht umgesetzt. Noch bevor auch nur ein Flieger die Strecke auf sich nehmen konnte.

Flüge zwischen Frankfurt und Düsseldorf abgesagt

Eigentlich plante Condor, ab Mai 2026 Flüge zwischen Frankfurt am Main und Düsseldorf zu starten. Die innerdeutschen Kurzstreckenflüge sollten das bestehende Zubringernetz der beliebten Airline ergänzen. Mit der neuen Verbindung wollte Condor auch gezielt Reisende aus den Benelux-Staaten ansprechen.

Dafür sollte einmal täglich um 19:30 Uhr ein Flieger Frankfurt am Main verlassen und um 20:25 Uhr in Düsseldorf landen. Um 6 Uhr in der Früh sollte es dann am nächsten Morgen einen Flug von Düsseldorf nach Frankfurt geben, wo die A320-Maschine um 6:55 Uhr ankommen sollte.

Die nicht einmal 200 Kilometer lange Strecke wäre die bislang kürzeste im Netzwerk von Condor gewesen. Die Airline hatte für den Flug 55 Minuten einkalkuliert, obwohl die tatsächliche Flugzeit „Frankfurtflyer“ zufolge eher bei 25 Minuten läge. Hinzu kommt die Zeit für Check-in, Security und Boarding.

Zum Vergleich: Mit der Bahn dauert die Strecke je nach Verbindung ein bis zwei Stunden. Erschwerend hinzukommt, dass Lufthansa diese Route bereits seit einer ganzen Weile erfolgreich bespielt.

Nun ist erst mal Schluss mit den Plänen – noch vor dem Start der ersten Maschine. Die von Condor gelieferte Begründung bleibt schwammig: „Condor überprüft ihr Flugangebot und ihre Netzwerkgestaltung regelmäßig und passt die Planung bei Bedarf an“, teilte eine Sprecherin gegenüber „Airliners“ mit.

Condor wollte neue Verbindung auch für Flugzeug-Wartung nutzen

Die Strecke war wohl nicht nur für den Transport von Reisenden geplant. „Airliners“ berichtet, ein weiterer Vorteil wäre gewesen, die eigenen Crews zu Langstreckenflügen transportieren zu können.

Ein weiterer Pluspunkt der Verbindung lag darin, dass sich ein wichtiger Teil der für die Wartung der Condor-Flugzeuge benötigten Technik in Düsseldorf befindet, wo die Maschinen dann ohnehin landen würden. Da die Fluglinie jedoch nie an den Start gegangen ist, muss Condor nun neue Lösungen für die interne Logistik finden.

Obwohl die innerdeutsche Strecke gestrichen wird, bleibt die Fluggesellschaft bei ihrem Plan, im Jahr 2026 neue Direktflüge zu europäischen Zielen wie Budapest, Venedig und Barcelona aufzunehmen.