Eva Lys im Spiel gegen Iga Swiatek

Stand: 05.01.2026 12:47 Uhr

Nach Alexander Zverevs Auftaktniederlage hat Eva Lys am Montag ihr Einzel beim United-Cup-Gruppenspiel gegen Polen verloren. Ob es für Deutschland dennoch für den Sprung ins Viertelfinale reicht, hängt von weiteren Ergebnissen ab. Neben den drei Gruppensiegern in Sydney kommt auch noch der beste Gruppenzweite weiter.

Gegen Polen verlor Zverev sein Einzel gegen den aufschlagstarken Hubert Hurkacz mit 3:6, 4:6 und kassierte damit seine erste Niederlage dieser Saison. Danach musste sich Eva Lys trotz einer starken Leistung der Weltranglisten-Zweiten Iga Swiatek mit 6:3, 3:6, 4:6 geschlagen geben.

Im abschließenden Mixed-Doppel verlor Zverev dann auch noch an der Seite von Laura Siegemund gegen das polnische Duo Katarzyna Kawa und Jan Zielinski mit 6:7 (6:8), 3:6 und verspielte damit leichtfertig eine bessere Ausgangslage. Bei einem Sieg gegen Polen wäre das deutsche Team sicher in der Runde der besten Acht gewesen – in Perth werden in drei Gruppen weitere vier Plätze ausgespielt. Deutschland hatte zum Auftakt 3:0 gegen die Niederlande gewonnen. Nun heißt es abzuwarten.

Hurkacz bei seinem Comeback direkt stark

Wenige Tage vor den Australian Open (18. Januar bis 1. Februar) war Zverev bei seiner Zweisatz-Niederlage gegen Hurkacz war Zverev nicht der klar schwächere Spieler gewesen, doch der Pole spielte in den entscheidenden Momenten konsequenter.

Hurkacz, der im August 2024 noch die Nummer sechs der Welt war, hatte zuletzt aufgrund einer Knieverletzung monatelang pausieren müssen und feierte in Sydney sein Comeback. Von Anfangsschwierigkeiten war beim 1,96-Meter-Hünen aber nichts zu sehen. Mit seinen druckvollen Aufschlägen bereitete Hurkacz Zverev große Probleme und ging früh per Break in Führung.

Zverevs Wutausbruch gegen Hurkacz

Zverev wirkte schnell frustriert, diskutierte bei den Seitenwechseln mit finsterer Miene mit seinem Vater. Als bei einem Hurkacz-Aufschlag eine Taube in Zverevs Sichtfeld flog, beschwerte sich Deutschlands Nummer eins bei Stuhl-Schiedsrichter Mohamed Layani. Die Nummer drei der Welt mühte sich, konnte sich das Break aber nicht zurückholen. Satz eins ging verloren.

Alexander Zverev mit viel Frust bei der Niederlage gegen Hurkacz

Der zweite Durchgang verlief weitestgehend ausgeglichen, bis der Pole sich beim Stand von 3:3 Breakbälle erspielte. Zverev ließ sich vor seinem Aufschlag viel Zeit, was ihm eine Verwarnung einbrachte – der Deutsche hatte für diese Entscheidung wenig Verständnis. Hurkacz holte sich das Break, Zverev zertrümmerte wutentbrannt seinen Schläger und war nun endgültig auf der Verliererstraße. Hurkacz, der insgesamt 21 Asse servierte, blieb bei seinem Service unantastbar und brachte das 1:0 für Polen nach Hause.

Lys-Niederlage besiegelt Pleite gegen Polen

Direkt im Anschluss unterlag Lys trotz starker Leistung gegen die Weltranglistenzweite Iga Swiatek mit 6:3, 3:6, 4:6 und verpasste die große Überraschung.

Mit ihrem Spiel konnte Lys aber vollauf zufrieden sein: Immer wieder setzte sie Swiatek, gegen die sie alle drei vorigen Begegnungen klar verloren hatte, mit ihren kraftvollen Schlägen von der Grundlinie zu. Die Favoritin wurde sichtlich unruhig und erlaubte sich dann zu viele Fehler. Swiatek kam aber zurück und spielte ihre Klasse aus.

Im Mixed zeigten Zverev und Siegemund dann eine schwache Leistung. Vor allem dem Weltranglisten-Dritten unterliefen einige unnötige Fehler.