Auf dem Nymphenburger Schlosskanal ist das Schlittschuhlaufen seit dieser Woche offiziell möglich. Nachdem die Sicherheitsbehörden in der vorigen Woche noch gewarnt hatten, sich auf das zu dünne Eis zu begeben, und Polizei und Feuerwehr an Neujahr den Kanal sogar räumen mussten, weil sich zu viele Menschen dort tummelten, ist das Eis nun dick genug, um eine Menge Menschen zu tragen.

Aufgrund der Kälte in den vergangenen Tagen war die Eisschicht auf dem Kanal bereits am Sonntag in der erforderlichen Dicke von wenigstens zehn Zentimetern gefroren. Das bestätigte der Eispächter Herbert Fesl. Die Eisstockbahnen, die der 62-Jährige seit Jahrzehnten im Winter betreibt, habe er aber noch nicht herrichten können, sagte er.

Fesl rät zudem davon ab, das Bassin vor dem Hubertusbrunnen am östlichen Ende des Kanals zu befahren. Dieser Teil gehört nicht zu den von ihm gepachteten Flächen, wird mithin auch nicht von ihm vermessen oder gesichert. Die dafür zuständige Schlösserverwaltung untersagt das Betreten der dortigen Eisfläche grundsätzlich.

Gleiches gilt für eventuell zugefrorene Gewässer, die unter Verwaltung der Stadt München und deren Baureferat stehen: Auch dort ist das Betreten von Eisflächen generell den ganzen Winter über verboten. Das betrifft beispielsweise die Seen im West-, im Ost- sowie im Zamilapark oder den Riemer, Lerchenauer und Feldmochinger See.  Auch am Olympiasee warnen Schilder vor einer möglichen Lebensgefahr beim Betreten von Eisflächen.

Die Eisstockbahnen sind noch nicht bereit, doch viele Menschen sind bereits auf dem Eis unterwegs.Die Eisstockbahnen sind noch nicht bereit, doch viele Menschen sind bereits auf dem Eis unterwegs. (Foto: Lorenz Mehrlich)Das Schlittschuhlaufen ist auf dem Kanal nun offiziell möglich.Das Schlittschuhlaufen ist auf dem Kanal nun offiziell möglich. (Foto: Lorenz Mehrlich)

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll es in den kommenden Tagen frostig bleiben, mit Temperaturen unter null Grad bis zumindest Freitag. Angesichts der vergleichsweise milden Winter in den vergangenen Jahren mag diese Kälte ungewohnt erscheinen; ungewöhnlich für diese Jahreszeit ist sie freilich nicht. In München ist der Januar immer der kälteste Monat des Jahres; im langjährigen Durchschnitt bewegen sich die Temperaturen stets um den Gefrierpunkt.