Berlin – Sie wollten die Notlage der Menschen im vom Stromausfall betroffenen Südwesten Berlins ausnutzen. Doch ein aufmerksamer Passant und Beamte der 23. Hundertschaft der Bereitschaftspolizei machten einer Diebesbande in der Nacht zum Sonntag einen Strich durch die Rechnung.
Nach Polizeiangaben wurden die Polizisten gegen 2 Uhr von einem Zeugen angesprochen – er hatte am Nieritzweg im Berliner Ortsteil Zehlendorf eine Gruppe von Männern beobachtet, die offenbar Einfamilienhäuser auskundschafteten.
Tatsächlich entdeckten die Beamten einen in der Straße geparkten weißen Fiat, in dem ein Mann am Steuer saß. Der Motor war ausgeschaltet. Eine Überprüfung ergab, dass der Wagen zur Fahndung ausgeschrieben war und auch die Nummernschilder gestohlen waren. Der 34 Jahre alte Fahrer arabischer Herkunft hatte zudem keinen gültigen Führerschein.
Einbruchwerkzeug im Kofferraum
Im Kofferraum fanden die Berliner Polizisten bei einer Durchsuchung des Fahrzeugs einige Einbruchswerkzeuge, darunter auch einen hydraulischen Spreizer.

Im Fahrzeug fand die Polizei Einbruchswerkzeug
Foto: privat
Auto und Werkzeug wurden von der Polizei beschlagnahmt, der 34-Jährige vorläufig festgenommen und anschließend auf einem Polizeiabschnitt überprüft.
Nach der Feststellung seiner Personalien wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Warum, ist bislang unklar. „Der Verdächtige wurde keinem Haftrichter vorgeführt“, heißt es dazu bei der Berliner Polizei auf BILD-Anfrage. Nach den bislang unbekannten Komplizen des Mannes wird gefahndet.