Schutz vor Drohnen
Rheinmetall forciert Laserwaffen-Vorhaben
05.01.2026 – 16:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Laserwaffen-Demonstrator (Symbolbild): Rheinmetall und MBDA forcieren ihr Laserwaffen-Vorhaben. (Quelle: Rheinmetall/dpa)
Ein Laserwaffen-Demonstrator wird in Meppen erprobt. Die Technologie soll die präzise Abwehr von Bedrohungen aus der Luft ermöglichen.
Die Rüstungskonzerne Rheinmetall und MBDA Deutschland haben einen Laserwaffen-Demonstrator zur Erprobung an den Bundeswehr-Standort in Meppen gebracht. Das Gerät wurde zuvor ein Jahr lang auf einem deutschen Marineschiff getestet, wie die Unternehmen mitteilten.
Der Demonstrator ist eine Laserwaffe im Erprobungsstadium. Er entstand aus einer Kooperation, die laut den Firmen seit 2019 besteht. Rheinmetall und MBDA Deutschland planen, ihre Zusammenarbeit zu intensivieren. Sie wollen im ersten Quartal 2026 ein Gemeinschaftsunternehmen für Marine-Laser-Aktivitäten gründen, teilten die Unternehmen in Düsseldorf und Schrobenhausen mit.
Die Waffenfirmen betonen, Laserwaffen eigneten sich besonders zur Abwehr von Drohnen. Nach Darstellung der Firmen habe sich der Demonstrator während seiner einjährigen Erprobungszeit auf der deutschen Fregatte bewährt. Die Unternehmen hätten mehr als 100 Beschüsse und Tracking-Versuche durchgeführt.
Rheinmetall und MBDA behaupten, ihr bei der Marine erprobter Demonstrator habe einen Haltepunkt in der Größe einer Ein-Euro-Münze auf einem weit entfernten Ziel stabil verfolgt. Er habe die Energie der Laserwaffe punktgenau dorthin gebündelt. Diese Präzision solle verhindern, dass der Schuss am Ziel vorbeigehe.
Der zuständige Rheinmetall-Manager Roman Köhne sagte, der Bundeswehr könne binnen kurzer Zeit ein einzigartiges Produkt angeboten werden. Thomas Gottschild von MBDA Deutschland betonte, das Laserwaffensystem sei „designed und made in Germany“. Das Laserwaffen-Produkt soll ab 2029 marktreif und einsatzbereit sein, heißt es von den Unternehmen.
