Ein Containerschiff wird am Containerterminal Altenwerder im Hamburger Hafen entladen.

AUDIO: HHLA: Stadt und MSC wollen alleine kontrollieren (1 Min)

Stand: 06.01.2026 09:00 Uhr

Beim Hamburger Hafenkonzern HHLA wollen die Stadt Hamburg und die Schweizer Reederei MSC in Zukunft alleine entscheiden. Beide wollen die restlichen Kleinaktionäre aus dem Unternehmen drängen und abfinden.

Es ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Kontrolle bei der HHLA zu übernehmen: Die Stadt Hamburg als größter Anteilseigner und die Reederei MSC halten inzwischen zusammen mehr als 95 Prozent der Aktien am größten Hamburger Hafenkonzern.

Dies ist die rechtliche Voraussetzung dafür, dass die verbliebenen Aktionäre zwangsweise aus dem Unternehmen gedrängt werden können.

Wert wird von einem Gutachter festgelegt

Beim sogenannten Squeeze out wird der Wert von einem Gutachter festgelegt. Die HHLA wird im Ergebnis ein mehrheitlich öffentliches Unternehmen mit privater Beteiligung sein, so ein Sprecher der Wirtschaftsbehörde zu NDR 90,3.

Allerdings hatten bereits vor längerem einzelne Aktionäre angekündigt, dass sie sich rechtlich wehren wollen.

HHLA betreibt drei Containerterminals

MSC und die Stadt hatten ihre Partnerschaft 2013 angekündigt. Massiven Widerstand dagegen gab es von der Belegschaft, der Gewerkschaft ver.di und aus der Opposition in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Die HHLA betreibt in Hamburg drei der vier großen Containerterminals, hat zudem Hafenbeteiligungen im Ausland und eine eigene Bahntochter.

Blick aus der Luft auf das Containerterminal Burchardkai des Hamburger Hafenbetreibers HHLA.

Das sieht ein neuer Tarifvertrag vor, auf den sich das Unternehmen mit der Gewerkschaft ver.di und den Betriebsräten geeinigt hat.

Das MSC-Containerschiff "Fabienne" läuft in den Hamburger Hafen ein.

Die Stadt Hamburg hat jetzt endgültig einen Teil ihrer Aktien des Hafenbetreibers HHLA an die Schweizer Reederei MSC übertragen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.01.2026 | 09:00 Uhr