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Hype um Kusama-Ausstellung: Wer früh aufsteht, bekommt noch Tickets
Die Retrospektive der japanischen Künstlerin ist seit Wochen ausverkauft. Doch es gibt noch ein kleines Kontingent an Tagestickets.
Publiziert heute um 06:37 Uhr
Augenschein am Dienstagmorgen vor Silvester: Wer morgens um 9 Uhr rund 20 Minuten ansteht, hat gute Chancen, noch ein Ticket zu ergattern.
Foto: Oliver Sterchi
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BotTalk In Kürze:
- Die gepunkteten Kürbisse der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama locken zahlreiche Besucherinnen in die Fondation Beyeler.
- Trotz ausverkaufter Onlinetickets gibt es täglich ein kleines Kontingent an der Museumskasse.
- Wer morgens um 9 Uhr ansteht, hat gute Chancen auf einen Zeitslot.
Die Fondation Beyeler hatte in den letzten Jahrzehnten schon einige Blockbuster-Ausstellungen im Programm. Doch einen derartigen Hype, wie er um die aktuelle Yayoi-Kusama-Schau ausgebrochen ist, dürfte es schon länger nicht mehr gegeben haben. Die Werke der Japanerin, die vor allem für ihre gepunkteten Kürbisse bekannt ist, lockt das Publikum in Scharen nach Riehen. Die Ausstellung läuft noch bis am 25. Januar.
Auf der Museumswebsite sind die Tickets bis Ende Januar bereits seit Wochen ausverkauft, zum Verdruss vieler Kunstbegeisterter. Was allerdings die wenigsten wissen: Das Museum verfügt noch über ein kleines Ticket-Kontingent, das tagsüber an der Museumskasse verkauft wird.
Ein Selbstversuch der BaZ an zwei aufeinanderfolgenden Tagen vor Silvester zeigt: Wer bei Türöffnung um 9 Uhr an der Museumskasse ansteht, hat gute Chancen, ein Eintrittsticket zu ergattern. In beiden Fällen mussten wir circa 20 Minuten anstehen. Die Tickets sind jeweils einem Zeitslot zugeordnet, unter Umständen muss man also noch eine halbe Stunde abwarten, bis man das Museum betreten kann.
Ausstellung wandert weiter ins Ausland
Auf Nachfrage bestätigt das Museum, dass die Ausstellung «von Anfang an auf grosses Publikumsinteresse» gestossen sei. Es handle sich um die erste umfassende Retrospektive von Kusamas Werk in der Schweiz. «Die Ausstellung spricht ein breites Publikum an: Kunstliebhaber und -expertinnen, regelmässige Museumsbesucherinnen, aber auch bemerkenswert viele Gäste, die nicht regelmässig in die Fondation Beyeler kommen», schreibt Pressesprecherin Dorothee Dines. Die meisten Besucher kämen aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Italien.
Auf die Frage, wie gross das Kontingent an verfügbaren Tagestickets sei, geht die Pressestelle nicht näher ein. «Bitte haben Sie Verständnis, dass ich zur Grösse dieses Kontingents keine Angaben machen kann», schreibt Dines. Man habe jedoch «frühzeitig kommuniziert», dass die Tickets sehr begehrt seien und deshalb möglichst rechtzeitig online gekauft werden sollten. «Vor Ort arbeiten wir mit einem begrenzten Ticketkontingent, das es uns ermöglicht, in Einzelfällen– insbesondere bei Besucherinnen und Besuchern mit einer langen Anreise – individuelle Lösungen zu finden. Einen Eintritt können wir jedoch nicht garantieren», so Dines. Die Spontanbesuche der BaZ waren jedoch keine «Einzelfälle», die Tickets wurden uns regulär über den Tresen verkauft.
Wer trotzdem kein Ticket mehr erhält, kann sich die Kusama-Retrospektive auch im Ausland noch ansehen: Die Ausstellung wird nach der Fondation auch im Museum Ludwig in Köln sowie im Stedelijk Museum in Amsterdam gezeigt.
Kusama-Ausstellung in der Fondation Beyeler
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Einloggen Oliver Sterchi ist stellvertretender Ressortleiter Region Basel. Mehr Infos Katrin Hauser ist Redaktorin im lokalen Ressort Politik und Wirtschaft. Sie berichtet schwerpunktmässig über Wohnpolitik. Mehr Infos
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Augenschein am Dienstagmorgen vor Silvester: Wer morgens um 9 Uhr rund 20 Minuten ansteht, hat gute Chancen, noch ein Ticket zu ergattern.
Foto: Oliver Sterchi