Hannover: Eine Eisfläche mit Mustern bedeckt den Maschsee an der Löwenbastion (Luftaufnahme mit Drohne)

Stand: 06.01.2026 09:11 Uhr

Auch wenn das eisige Winterwetter zum Schlittschuhlaufen einlädt: Die Städte Hannover und Osnabrück warnen eindringlich davor, gefrorene Wasserflächen zu betreten – es bestehe Lebensgefahr.

Von den Stadtverwaltungen heißt es, die Eisdecken der Gewässer seien noch zu dünn. So dürfe auch der Maschsee in Hannover nicht betreten werden. „Wer gegen das Verbot verstößt, begibt sich in Lebensgefahr“, teilte die Landeshauptstadt am Montag mit. Derzeit sei die Eisschicht dort etwa fünf Zentimeter dick. Um tragfähig zu sein, müsste sie aber durchgehend mindestens 13 Zentimeter betragen. Wenn es so weit ist, wird die Freigabe am Nord- und Südufer mit der rot-weißen Stadtflagge signalisiert. Allerdings geht die Stadt eigenen Angaben zufolge nicht davon aus, dass die nötige Eisdicke in den kommenden zwei Wochen erreicht wird.

Stadt appelliert an Erwachsene: Vorbild für Kinder sein

Dickeres Eis am Ufer führt nach Angaben der Stadt Osnabrück häufig zu gefährlichen Fehleinschätzungen über die Tragfähigkeit auf der Gesamtfläche des Gewässers. Dadurch können lebensgefährliche Situationen entstehen. Kommt es zum Einbrechen ins Eis, kühlt der menschliche Körper laut Feuerwehr Hannover extrem schnell aus, sodass Betroffene innerhalb weniger Minuten bewegungsunfähig werden und drohen, zu ertrinken. Erwachsene sollten daher auch Kinder und Jugendliche auf die Gefahren aufmerksam machen, heißt es von beiden Städten. Die Stadt Osnabrück appelliert zudem an Erwachsene, ein gutes Vorbild für Kinder zu sein.

Ein Fluss ist mit einer dünnen Eisdecke überzogen.

Zwar ist es knackig kalt, jedoch sind die Eisschichten auf den Gewässern noch sehr dünn. Es besteht Lebensgefahr.

Schild warnt vor Schneeglätte.

Auch am Dienstag kommt es im Bahnverkehr etwa um Braunschweig zu Einschränkungen. In einem Landkreis fällt die Schule aus.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.01.2026 | 20:00 Uhr