• Prinz Harry kämpft seit seinem Rücktritt von royalen Pflichten seit sechs Jahren um staatlichen, bewaffneten Polizeischutz bei Großbritannienreisen; bisher wurde dies abgelehnt.
  • Nach einem Sicherheitsvorfall im Herbst, bei dem eine drohende Frau in Sicherheitszonen eindrang, scheint sich RAVECs Haltung zu Harrys Polizeischutz geändert zu haben.
  • Eine Entscheidung zu Harrys Gunsten über Polizeischutz gilt jetzt als Formsache, laut Sussex-naher Quelle könnte nur eine Intervention des Palastes dies verhindern.

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Noch vor einem halben Jahr galt Prinz Harrys wichtigster Rechtsstreit als endgültig verloren. Nun scheint sich das Blatt für den Prinzen zu wenden. Seit Jahren kämpft der Fünfte in der Thronfolge darum, dass der britische Staat ihm und seiner Familie weiterhin bewaffneten Polizeischutz gewährt. Der war ihm vor sechs Jahren, nach dem Rücktritt des Herzogs von Sussex und seiner Frau Meghan von ihren königlichen Pflichten, entzogen worden.

Im April war Harry persönlich aus Kalifornien nach London gereist, um dort in den Königlichen Gerichtshöfen gegen eine Entscheidung des „Royal and VIP Executive Committee“ (RAVEC) zu klagen. Das Gremium im Innenministerium hatte 2020 festgelegt, dass über den staatlich finanzierten Schutz für Harry und seine Familie bei Reisen ins Königreich künftig nur noch von Fall zu Fall entschieden werde und dass Besuche einer 30-tägigen Vorankündigung bedürften. Am 2. Mai 2024 dann der Dämpfer: Drei Richter wiesen Prinz Harrys Klage ab. Die britische Boulevardpresse spöttelte, der frustrierte Prinz sprach von einer „klassischen Verschwörung des britischen Establishments“.

Abgeschlossen war der Fall damit offenbar nicht. Als Premier Keir Starmer im Herbst Shabana Mahmood zu seiner neuen Innenministerin ernannte, erkannte Prinz Harry eine letzte Chance, die Regierung umzustimmen. In einem Brief vom Dezember bat er Mahmood um eine erneute Prüfung seiner Sicherheitslage.

Seit Jahren betont der Prinz, dass Reisen nach Großbritannien ohne bewaffneten Polizeischutz für ihn, seine Frau Meghan und die beiden kleinen Kinder ein zu großes Risiko darstellten. Seine Anwältin Shaheed Fatima brachte es im April vor Gericht auf den Punkt: Zwar habe sich Harrys Rolle innerhalb der Monarchie geändert, nicht aber sein öffentliches Profil. Als Sohn von König Charles III. trage er ein dauerhaftes Sicherheitsrisiko. Sein Militäreinsatz in Afghanistan sowie zahlreiche dokumentierte Drohungen aus extremistischen Kreisen erhöhten dieses Risiko.

Den Vorwurf, er wolle den britischen Steuerzahler für seinen Schutz aufkommen lassen, weist Harry entschieden zurück. Seine Anwälte erklärten vor Gericht, er sei bereit, die Kosten selbst zu tragen – wichtig sei ihm jedoch der Schutz auf staatlicher Ebene. Dazu gehörten auch sicherheitsrelevante Informationen der Geheimdienste, auf die die britische Polizei, nicht aber sein privates Sicherheitsteam Zugriff habe.

Dass sich die Haltung der zuständigen Behörden nun zu ändern scheint, dürfte vor allem auf einen konkreten Vorfall zurückzuführen sein: Einer Frau, die Harry im Vorfeld online bedroht hatte, war es offenbar während seines London-Besuchs im Herbst gelungen, gleich an zwei Tagen in Sicherheitszonen einzudringen. In einem Fall, so berichtete die Zeitung „The Times“, habe sie sich in sein unmittelbares Umfeld vorgearbeitet.

Seither habe RAVEC entschieden, dass der Herzog von Sussex die Kriterien für offiziellen Polizeischutz tatsächlich erfülle, heißt es aus einer Sussex-nahen Quelle. Eine Entscheidung zu Harrys Gunsten sei eine reine Formalität und werde in den kommenden Wochen erwartet. „Nur eine Intervention des Palastes könnte sie nun noch verhindern“, zitierte die Zeitung „Daily Mail“ am Sonnabend Vertraute der Sussexes.

Zumindest von König Charles dürfte diesbezüglich keine Gefahr ausgehen. Die Zeichen stehen auf Versöhnung – in Buckingham Palace ebenso wie im kalifornischen Montecito. In einem BBC-Interview im Mai erklärte Harry, die ungelöste Sicherheitsfrage sei der Hauptgrund gewesen, warum er seit drei Jahren nicht mit seiner Familie nach Großbritannien gereist sei. Wie sehr er seine Heimat vermisst, machte der Prinz in einem Essay zum Remembrance Day, dem britischen Volkstrauertag im November, deutlich. „Auch wenn ich derzeit in den Vereinigten Staaten lebe“, schrieb er dort, „ist und bleibt Großbritannien das Land, dem ich stolz gedient und für das ich gekämpft habe.“

König Charles sah seine Enkel Archie und Lilibet, heute sechs und vier Jahre alt, zuletzt im Juni 2022 beim Platinjubiläum von Queen Elizabeth II. Auf Sicherheitsebene dürfte einem Familientreffen nun nichts mehr im Wege stehen. Weniger wahrscheinlich ist hingegen ein Wiedersehen mit Williams Familie. Seit der Veröffentlichung von Harrys Memoiren „Reserve“ gilt das Verhältnis der beiden Brüder als zerrüttet.

Welche Gründe nennt Prinz Harry für seinen fortgesetzten Antrag auf Polizeischutz bei Reisen nach Großbritannien?

Prinz Harry nennt als Grund für seinen fortgesetzten Antrag auf Polizeischutz bei Reisen nach Großbritannien, dass er und seine Familie nach eigener Aussage erheblichen Gefahren ausgesetzt seien und ein Besuch seiner Heimat derzeit zu gefährlich sei. Seine privat engagierten Sicherheitskräfte in den USA könnten in Großbritannien nicht im gleichen Maße für Sicherheit sorgen, insbesondere weil ihnen der Zugriff auf notwendige Geheimdienstinformationen fehle. Außerdem betont er das anhaltende Interesse, Familie und Freunde zu besuchen sowie ehrenamtliche Organisationen zu unterstützen, weshalb er auf einen angemessenen Schutz angewiesen sei.

Quellen

Wie begründen die britischen Behörden beziehungsweise RAVEC ihre bisher ablehnende Haltung gegenüber Polizeischutz für Prinz Harry und welche formalen Kriterien gelten?

Die britischen Behörden beziehungsweise RAVEC lehnen Polizeischutz für Prinz Harry ab, weil nach seinem Rückzug als “arbeitendes Mitglied” des Königshauses eine Neueinschätzung erfolgte und er damit keinen automatischen Anspruch mehr darauf hat (Artikel 3). Formale Kriterien sehen vor, dass über Polizeischutz jeweils von Fall zu Fall entschieden wird und der Schutz nicht käuflich ist; das Angebot Harrys, selbst zu zahlen, wurde deshalb als „irrelevant“ zurückgewiesen (Artikel 1, 3). Laut Aussage des Innenministeriums ist allein die zuständige Einheit befugt, über Umfang und Notwendigkeit von Polizeischutz zu bestimmen (Artikel 1).

Quellen

Welche Auswirkungen hatte der Umgang mit Prinz Harrys Sicherheitsantrag für seine Beziehung zur Königsfamilie und seine Besuche in Großbritannien?

Der Umgang mit Prinz Harrys Sicherheitsantrag hat dazu geführt, dass er und seine Familie keinen automatischen Schutz wie andere Royals bei Besuchen in Großbritannien erhalten, was seine Beziehungen zur Königsfamilie weiter belastet und zur anhaltenden Entfremdung beiträgt (Artikel 1, 2). Aufgrund der Unsicherheit und fehlender Sicherheitserleichterungen hat Harry berichtet, dass Besuche für seine Familie zu gefährlich seien, und Meghan sowie die Kinder meiden überwiegend Reisen nach Großbritannien (Artikel 2, 3). Insgesamt hat die ablehnende Haltung der Behörden dazu geführt, dass persönliche Kontakte und Besuche zwischen Harrys Familie und den britischen Royals deutlich seltener geworden sind (Artikel 1, 3).

Quellen

Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.

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