Der Wintereinbruch hat Mainz und Wiesbaden fest im Griff, erstmals seit langer Zeit frieren auch Teiche und kleine Flüsse zu – das lockt natürlich Spaziergänger oder sogar Eiskufen-Liebhaber. Doch nun warnt die Stadt Wiesbaden eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen: Es besteht Lebensgefahr! Das gelte insbesondere für die Eisfläche im Schiersteiner Hafen.

Eisschollen gab es auch schon im Mainzer Winterhafen - zuletzt war das 2017 der Fall. - Foto: gikEisschollen gab es auch schon im Mainzer Winterhafen – zuletzt war das 2017 der Fall. – Foto: gik

Der Wintereinbruch hat auch der Region Mainz und Wiesbaden viel Schnee und deftige Minusgrade beschert, das führt auch zu seltenen Begleiterscheinungen: Erstmals seit 2017 frieren in der Region wieder Seen, Teiche und auch keine Flüsse zu. Das dürfte den einen oder anderen dazu verlocken, den gang auf dem spiegelnden Eis auszuprobieren, doch davor warnt die Stadt Wiesbaden nun eindringlich: Zugefrorene Teiche, Flüsse und sonstige Eisflächen sollten unbedingt nicht betreten werden zu betreten – es bestehe Lebensgefahr!

Denn trotz Kälte und Minusgraden könne das Eis dünn und brüchig sein, warnen die Behörden. Das gelte „insbesondere für die Eisfläche im Schiersteiner Hafen“, die sich dort offenbar gebildet hat – wir haben das selbst leider noch nicht gesehen hat. Wer ein Foto davon hat: Gerne her damit! Auch auf weiteren zugefrorenen Flüssen, Bächen oder Weihern im Stadtgebiet bestehe Einbruchsgefahr wart die Stadt.

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Bei Einbruch in Eisfläche: Lebensgefahr!

Tatsächlich schwanken die Temperaturen nämlich derzeit stark: Nach einer eisigen Nacht, taute es am Dienstag in Mainz stark, aktuell liegen die Temperaturen gerade einmal um den Gefrierpunkt oder nur knapp darunter. Für die Eisflächen bedeutet das: Sie können höchst trügerisch werden. Ein Einbruch in einen eisigen See ist indes keine Lappalie: „Im eiskalten Wasser verlassen verunfallte Personen schnell die Kräfte“, warnt die Stadt: „Eingebrochene Personen unterkühlen oder ertrinken oft innerhalb weniger Minuten.“ Eltern sollten ihre Kinder über diese Gefahren aufklären.

Spiegelglattes Eis gibt's derzeit nicht nur auf Teichen und Seen, sondern auch auf vielen Straßen wie hier im Stadtgebiet Mainz. - Foto: gikSpiegelglattes Eis gibt’s derzeit nicht nur auf Teichen und Seen, sondern auch auf vielen Straßen wie hier im Stadtgebiet Mainz. – Foto: gik

Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Unfall, ist schnelles und umsichtiges Handeln von großer Bedeutung, heißt es weiter. Zunächst sollte ein Notruf über die Notrufnummer 112 abgesetzt werden. Genaue Angaben zum Aufenthaltsort und zur Anfahrt helfen den Rettungskräften, schnell am richtigen Ort zu sein. Wer nun selbst helfen will, sollte sehr, sehr vorsichtig sein: Auch Helfer können schnell in das brüchige Eis einbrechen. Ein sicherer Abstand zur Einbruchstelle ist auf jeden Fall einzuhalten.

Der verunfallten Person kann unter anderem eine Stange, ein Brett, ein Rettungsring, ein Seil oder ein dicker Ast zur Rettung gereicht werden. Die gerettete, durchnässte Person muss vor einer weiteren Auskühlung geschützt werden, eine medizinische Untersuchung ist unbedingt erforderlich. Die eisigen Temperaturen bleiben uns voraussichtlich noch bis Donnerstag erhalten – erst am Freitag soll es deutlich milder werden. Dann allerdings kann gefrierender Regen die Straßen spiegelglatt machen.

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