Akupunkturpunkt, Leber
06.01.2026 – 18:53:12

Eine Metastudie belegt die Wirksamkeit des TCM-Punkts Xingjian als sichere Ergänzung zur Standardtherapie bei spezifischen Hypertonie-Symptomen.





Eine aktuelle Studie bestätigt die Wirksamkeit des Akupunkturpunkts Leber 2 gegen Bluthochdruck. Die am Sonntag im Journal of Biosciences and Medicines veröffentlichte Metastudie liefert starke Belege dafür, dass gezielte Akupunktur nach Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) eine sichere und wirksame Ergänzung zur Standardtherapie sein kann. Besonders bei spezifischen Symptomen wie Schwindel und Kopfschmerzen zeigt der Punkt namens Xingjian (Leber 2) vielversprechende Ergebnisse.

Präziser Ansatz statt allgemeiner Behandlung

Die Analyse eines Forscherteams um Q.M. Qi wertete klinische Daten der letzten fünf Jahre aus. Ihr Fokus lag auf der genauen Zuordnung von Akupunkturpunkten zu konkreten Krankheitsbildern. Bisherige Studien hatten zwar allgemeine Vorteile der Nadeltherapie belegt. Diese Untersuchung geht jedoch einen Schritt weiter.

Sie identifiziert Leber 2 (Xingjian) als Schlüsselpunkt für Patienten mit dem TCM-Syndrom „Leber-Yang-Hyperaktivität“. Dieses Bild ist typisch für einen bestimmten Bluthochdruck-Typ, der sich durch Schwindel, Reizbarkeit und ein gerötetes Gesicht äußert. Die standardisierte Stimulation dieses und anderer Punkte erzielte in den ausgewerteten Studien klinische Erfolgsraten von 68,3 bis 82,5 Prozent.

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So wirkt der Punkt am Fuß

Der Punkt Xingjian liegt auf dem Fußrücken zwischen der ersten und zweiten Zehe. In der TCM-Lehre gilt er als „Ying-Quell-Punkt“ des Lebermeridians und soll „Leber-Feuer“ ausleiten. Die neue Studie erklärt nun den physiologischen Mechanismus dahinter.

Die Stimulation von Leber 2 hilft demnach, das autonome Nervensystem zu regulieren. Es balanciert den Sympathikus (Aktivitätsnerv) und den Parasympathikus (Ruhenerv) aus. Diese Balance ist für Bluthochdruck-Patienten entscheidend, da eine Fehlregulation oft zu anhaltender Gefäßverengung führt.

Zudem weist die Studie auf Belege hin, dass die Akupunktur die Gefäßfunktion verbessert und Neurotransmitter wie Stickstoffmonoxid (NO) reguliert. Dies fördert die Gefäßerweiterung (Vasodilatation) und senkt so den Blutdruck – oft ohne die systemischen Nebenwirkungen starker Medikamente.

Sichere Ergänzung zur Standardtherapie

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist das hervorragende Sicherheitsprofil der Akupunktur. Die Rate unerwünschter Nebenwirkungen liege „deutlich unter“ der gängiger blutdrucksenkender Medikamente, so die Autoren. Das macht den Ansatz besonders wertvoll für ältere Patienten oder solche, die starke Nebenwirkungen von Calciumantagonisten oder ACE-Hemmern erfahren.

Die empfohlene Therapie folgt einem differenzierten Ansatz: Leber 2 kommt speziell bei Patienten mit ausgeprägtem Schwindel und dem Gefühl von „aufsteigendem Wind-Yang“ zum Einsatz. Das Protokoll sieht drei bis vier Behandlungen pro Woche vor. Eine erste Wirkungsevaluation wird typischerweise nach zwei Behandlungsserien vorgenommen.

Trend zu personalisierter Integrativer Medizin

Die Veröffentlichung fällt in eine Zeit, in der die Prävalenz von Bluthochdruck weltweit weiter steigt. In einigen erwachsenen Bevölkerungsgruppen lag die Rate 2024 bereits bei 23,2 Prozent. Der Bedarf an nicht-pharmakologischen Interventionen ist hoch.

Die wissenschaftliche Validierung spezifischer TCM-Punkte in anerkannten Fachzeitschriften könnte die Lücke zwischen alternativer und westlicher Medizin schließen. Marktbeobachter erwarten, dass dieser evidenzbasierte Ansatz die Kostenübernahme durch Krankenkassen für Akupunktur bei Bluthochdruck im Jahr 2026 vorantreibt.

Die Studie unterstützt den Trend zur proaktiven Gesundheitsvorsorge. Immer mehr Patienten wollen chronische Erkrankungen durch Lebensstil und natürliche Regulation managen, bevor es zu schwerwiegenden Komplikationen wie Schlaganfällen kommt.

Ausblick: Weitere Forschung nötig

Die medizinische Gemeinschaft erwartet nun weitere randomisierte kontrollierte Studien, die die Wirkung von Leber 2 isoliert oder in Kombination mit anderen Punkten wie den „Vier Toren“ untersuchen. Die Autoren der Metastudie fordern, die theoretischen Erkenntnisse mit Grundlagenexperimenten zu verbinden, um die Behandlungsprotokolle weiter zu verfeinern.

Für Patienten und Therapeuten bietet die Studie bereits heute eine wissenschaftlich fundierte Grundlage, fußbasierte Akupunkturpunkte in den Behandlungsplan zu integrieren. Die Rolle von Leber 2 könnte sich so von einer Neben- zu einer Primärintervention für Millionen Menschen mit stressinduziertem Bluthochdruck entwickeln.

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