Stand: 06.01.2026 20:36 Uhr

Viele Winterdienste in Mecklenburg-Vorpommern erwarten keine Engpässe bei Streumitteln. Der Stadt Stralsund ist das Streusalz hingegen ausgegangen. Auch die Vorräte der Mecklenburgischen Seenplatte sind leer.

Schnee, Eis und Glätte haben in Mecklenburg-Vorpommern nicht nur einige Autofahrer überrascht, sondern beschäftigen auch die Winterdienste. Am Montag waren die Streusalzvorräte in Stralsund (Landkreis Vorpommern-Rügen) ausgegangen. Seit dem Jahreswechsel sind dort 130 Tonnen Salz verbraucht worden, sagte eine Stadtsprecherin. Das Straßenbauamt Stralsund half der Stadt jedoch mit 25 Tonnen Streusalz aus.

Bei einem Überholmanover stießen zwei Fahrzeuge bei Greifswald frontal zusammen.

Die B109 bei Greifswald war stundenlang gesperrt. Gegen den Fahrer wird wegen Gefährdung und Fahrens ohne Führerschein ermittelt.

Vorrang wegen Autobahnen und Bundesstraßen

Das Amt wird bevorzugt von der Deutschen Straßen-Dienst GmbH beliefert, da Autobahnen und Bundesstraßen Vorrang haben. Kommunen, Ämter und Behörden bundesweit bestellen bei der Gesellschaft Auftausalze und Salzsole. Die angespannte Liefersituation werde derzeit noch durch fehlende Lkw für den Transport in die Kommunen verschärft.

Vorräte der Mecklenburgischen Seenplatte knapp

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte werden die Vorräte ebenfalls knapp. Sole und Streusalz seien bereits bestellt. Da die Nachfrage gerade groß sei, bekommt der Landkreis nach eigenen Angaben gerade keinen Nachschub. Um auszugleichen, dass nicht gestreut werden kann, werde häufiger geräumt.

Zwei Kinder mit einem Schlitten laufen über einem mit Schnee bedeckten Gehweg.

Bis Donnerstag bleibt es bei frostigem Wetter mit wenig Niederschlag. Ab Freitag werden kräftige Schneefälle erwartet – und Sturm.

Viele Winterdienste erwarten keine Engpässe

In den restlichen Regionen in Mecklenburg-Vorpommern erwarten die Winterdienste derzeit keine Engpässe. Vorräte seien ausreichend angelegt. Das Landesstraßenbauamt ist für rund 2.000 Kilometer Bundesstraßen, über 3.300 Kilometer Landesstraßen und zusätzlich über 1.000 Kilometer Kreisstraßen zuständig. Nach eigenen Angaben seien dafür zu Winterbeginn 19.750 Tonnen Streusalz eingelagert. „Dieser Bestand wird immer wieder aufgefüllt, wobei der maximale Füllstand durch den laufenden Dienstbetrieb natürlich nicht erreicht wird“, heißt es vom Landesstraßenbauamt. Seit dem vergangenen Freitag seien etwa 5.700 Tonnen Streumittel ausgebracht worden.

Greifwald: 100 Tonnen Salz aufgebraucht

Die Stadt Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald) teilte mit, dass innerhalb weniger Tage mehr als 100 Tonnen Salz aufgebraucht worden seien. Es gebe mit 250 Tonnen aber ausreichend Vorräte. Die Stadt hat nach eigenen Angaben bereits weitere 150 Tonnen bestellt. „Die 34 Mitarbeiter des Bauhofs waren seit Freitagfrüh durchgängig in zwei Schichten unterwegs, um die Straßen und Wege von Schnee und Eis zu befreien“, sagte Thomas Horn vom zuständigen Amt in Greifswald.

Schwerin: Vorräte reichen für eine Woche

In Schwerin reichen die Vorräte aus zwei Silos und einer Salzhalle für etwa eine Woche aus. Nach Angaben der Stadt werden Streumittel nachbestellt, sobald der Vorrat 50 Prozent unterschreitet. Die Lieferungen kämen innerhalb von fünf Werktagen. Insgesamt seien sieben eigene sowie fünf externe Räumfahrzeuge auf den Straßen im Stadtgebiet unterwegs.

Zwei Kinder mit einem Schlitten laufen über einem mit Schnee bedeckten Gehweg.

Bis Donnerstag bleibt es bei frostigem Wetter mit wenig Niederschlag. Ab Freitag werden kräftige Schneefälle erwartet – und Sturm.

Ein Mann läuft mit einer zusammengeklappten Sonnenliege über der Schulter durch das Wasser.

Autofahrer hätten kein Recht auf geräumte Straßen, betont ein ADAC-Sprecher. Sie müssten jederzeit an das Wetter angepasst fahren.

Ein Fluss ist mit einer dünnen Eisdecke überzogen.

Zwar ist es knackig kalt, jedoch sind die Eisschichten auf den Gewässern noch sehr dünn. Es besteht Lebensgefahr.

Orangene Räumfahrzeuge in einer Halle

Die Salzsilos sind voll. Die Räumfahrzeuge wurden überprüft. Der Winter kann kommen.