
Rechts Amad Diallo, links Yan Diomande – die Außenstürmer von Titelverteidiger Elfenbeinküste machen gegen Burkina Faso den Unterschied.
Titelverteidiger Elfenbeinküste ist mit einem souveränen 3:0 (2:0)-Sieg gegen Burkina Faso ins Viertelfinale des Afrika-Cups in Marokko eingezogen. Der junge Angreifer Yan Diomande (32.) von RB Leipzig und Hoffenheims Bazoumana Touré (87.) steuerten am Dienstag in Marrakesch zwei Treffer bei. Die Führung hatte der starke Amad Diallo von Manchester United erzielt (20.).
Deutschlands Gruppengegner bei der WM 2026 machte damit ein hochkarätiges Viertelfinale perfekt. Am Samstag ist um 20 Uhr in Agadir Ägypten der Gegner. Der Rekord-Afrikameister um Liverpools Mohamed Salah hatte sich mit 3:1 nach Verlängerung gegen Benin durchgesetzt.
Starker Lupfer von Diallo
Die Elfenbeinküste machte gegen Burkina Faso von Beginn an klar, wer der Favorit ist. Sie eroberte oft schon in der gegnerischen Hälfte den Ball und war besonders über die Außen aktiv. Auf rechts sorgte Diallo für Druck und mehrere gefährliche Situationen.
Beim Tor hatte er zunächst etwas Glück, als er sich gegen mehrere Gegenspieler durchwühlte. Sein Abschluss war aber Extraklasse, er lupfte den Ball auf engem Raum über das ausgestreckte Bein von Torwart Hervé Koffi ins Netz. Es war bereits Diallos dritter Turniertreffer.
Diomande aktiv und erfolgreich
Sein Pendant auf Linksaußen heißt Diomande. In der 31. Minute schoss der 19-Jährige aus 16 Metern noch knapp rechts vorbei, eine Minute später war er dann aus 15 Metern mit rechts erfolgreich. Es war sein Premierentreffer beim Afrika-Cup, für die Vorarbeit hatte Diallo gesorgt.
Burkina Fasos Defensive um den Leverkusener Edmond Tapsoba wirkte überfordert mit der Offensivwucht und dem Gegenpressing der Elfenbeinküste. Ab und an setzte der Herausforderer aber auch eigene Akzente, in der 40. Minute war Dango Ouattara vom FC Brentford bei einem Schuss an den Außenpfosten nah dran am Anschlusstreffer.
Ndicka und Kossounou als Abwehrzentrum
Nach der Pause kam Burkina Faso motiviert aus der Kabine, hatte durch Cyriaque Irié auch direkt einen Abschluss. Der 19-jährige Linksaußen vom SC Freiburg verzog aber.
Die Elfenbeinküste bekam die Partie schnell wieder unter Kontrolle, auch die Innenverteidigung um die ehemaligen Bundesligaprofis Evan Ndicka (AS Rom, ehemals Freiburg) und Odilon Kossounou (Atalanta Bergamo, ehemals Leverkusen) stand weiter sicher. Ob das Duo auch gegen Ägypten auflaufen kann, ist jedoch fraglich: Kossounou musste kurz vor Schluss angeschlagen vom Platz.
Burkina Faso wehrt sich
In der Offensive agierte die Elfenbeinküste nicht mehr so explosiv und zielstrebig wie im ersten Durchgang, kam kaum noch zu guten Chancen. Stattdessen wurde Burkina Faso nach einer Stunde gefährlicher: Ouattara hatte eine gute Gelegenheit (62.) und auch der eingewechselte Georgi Minoungou sorgte für Alarm.
Zwangsläufig ergaben sich Konterräume für die Elfenbeinküste und in der 76. Minute hatte Diallo die Vorentscheidung auf dem Fuß – er vergab freistehend aus kurzer Distanz.
Kurz zuvor hatte Hoffenheims Touré Leipzigs Diomande auf Linksaußen ersetzt. Kurz vor Schluss sorgte er für die Entscheidung: Nach einem Sprint über fast die gesamte Länge des Platzes sah er, dass Torwart Koffi die kurze Ecke aufmachte, und schoss präzise in die Lücke.