Im Schwergewichts-Boxen gehört der Deutsche Agit Kabayel (33) zur absoluten Weltspitze. Als Interims-Weltmeister des großen Verbands WBC boxt er am Samstag in der mit 13.000 Fans ausverkauften Rudolf-Weber-Arena in Oberhausen gegen den Polen Damian Knyba (29). DAZN überträgt am Samstag ab 19 Uhr live (Pay-per-view für 9,99 Euro) aus Oberhausen. Laura Wontorra moderiert, Uli Hebel, Bernd Bönte und Andreas Selak kommentieren, Expertin ist Regina Halmich.
Heftige Knockouts!: Darum ist Kabayel der „Leberking“
Quelle: DAZN07.01.2026
Vor dem Kampf spricht Kabayel in SPORT BILD u.a. über seinen Status als Athlet in Deutschland. Und ist damit nicht zufrieden: „Ich muss das Kind jetzt mal beim Namen nennen. Mein Name ist Menschen in der Sportwelt jetzt zwar ein Begriff, gerade international. Aber ich fühle mich als Top-Sportler in Deutschland nicht akzeptiert.“
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„Vielleicht ist Agit Kabayel nicht deutsch genug“
Kabayel hinterfragt: „Wie kann es sein, dass ich in Riad auf der größten Box-Bühne der Welt für Deutschland kämpfe, mich unter den fünf besten Schwergewichtsboxern der Welt etabliere, Interims-Weltmeister werde und kein einziges deutsches Medium außer der BILD-Zeitung vor Ort ist? Wenn Leichtathleten, Schwimmer oder Biathleten in ihren Sportarten Weltmeister werden, werden sie als ‚Sportler des Jahres‘ ausgezeichnet und sitzen auf Einladung der Öffentlich-Rechtlichen in gefühlt jeder Sendung. Ich nicht. Ich behaupte, dass ein Boxer mit meinem Erfolg, dafür aber mit einem deutschen Namen, bereits etliche Male in solche Sendungen eingeladen worden wäre. Vielleicht ist der Name Agit Kabayel nicht deutsch genug. In den letzten Jahren wurde ich oft gefragt, ob ich meinen Namen ändern würde.“
Darüber, dass die Arena in Oberhausen ausverkauft ist, freut sich Kabayel sehr: „Das erfüllt mich mit Stolz, und damit hätte ich in 100 Jahren nicht gerechnet.“ Auf die Frage, ob er dadurch Genugtuung fühle, sagt er: „Ja, zu 100 Prozent. Weil ich gezeigt habe, dass man in Deutschland als Boxer mit Migrationshintergrund nicht mehr seinen Namen ändern muss, um eine große Arena auszuverkaufen.“
Am Samstag kann Kabayel es erneut allen zeigen!
