Mit Liebeserklärungen ist das so eine Sache: Was die Liebeserklärenden mit pochendem Herzen hervorbringen, kommt bei ihren Adressaten nicht immer so an. Mal werden die Botschaften als kitschig empfunden, mal als banal oder auswendig gelernt. Ganz so einfach ist es eben nicht, die richtigen Worte zu finden.

Das weiß auch der Titelheld der romantischen Komödie „Harry und Sally“, am Ende versucht er (Billy Crystal) es aber trotzdem mit einem Liebes-Outing: „Ich liebe dich dafür, dass dir kalt ist, wenn draußen 25 Grad sind. Ich liebe dich dafür, dass du anderthalb Stunden brauchst, um ein Sandwich zu bestellen. Ich liebe dich dafür, dass du eine Falte über der Nase kriegst, wenn du mich so ansiehst.“

„The Zone of Interest“-Star Christian Friedel auf Konzert-Tour

:„Ich habe jetzt ganz viele Filme abgesagt, wo ich wieder einen Nazi spielen sollte“

Er ist Deutschlands feinster Mann in Hollywood: Christian Friedel spielte in „Das Weiße Band“ wie im Oscar-Film „The Zone of Interest“. In der Erfolgsserie „The White Lotus“ durfte der Falckenberg-Schüler auch seine große Leidenschaft einbringen: die Musik.

SZ PlusInterview von Michael Zirnstein

Das geht noch eine ganze Weile so weiter. Am Ende ist sie (Meg Ryan) so ergriffen von seinen Worten, dass sie ihn küsst. Drei Monate später sind die beiden verheiratet. Dabei war dieses Happy End ursprünglich gar nicht vorgesehen: Als der Regisseur Rob Reiner während der Dreharbeiten die Fotografin Michele Singer kennen lernte, sich in sie verliebte und kurz darauf heiratete, änderte er kurzerhand das Ende des Films. Zumindest erzählte er das so vor einigen Jahren in einem Interview. Rob und Michele Reiner waren 36 Jahre verheiratet und bekamen drei Kinder, Mitte Dezember wurden sie brutal aus dem Leben gerissen.

Das Filmmuseum München erinnert an sie im Rahmen einer Open Scene. Auf dem Programm steht der längst zum Klassiker gewordene Film, bei dem die beiden zusammengekommen waren.

When Harry Met Sally…, USA 1989, Regie: Rob Reiner, Drehbuch: Nora Ephron, Donnerstag, 8. Januar, 19 Uhr, Originalversion mit deutschen Untertiteln, Filmmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1