Würde ein Wechsel zum FC Bayern noch zu früh kommen?

Yan Diomande ist die Entdeckung der bisherigen Saison beim RB Leipzig. Der Youngster, der aktuell mit der Elfenbeinküste beim Afrika-Cup spielt, hat bisher in der Bundesliga in 14 Spielen sechs Tore erzielt, drei weitere hat er vorbereitet. Seine Werte sind so beeindruckend, dass er laut Sky jetzt auf der Liste des FC Bayern München steht.

Von einem Wechsel an die Säbener Straße rät ihm Ex-Weltstar und Fußball-Experte Lothar Matthäus (64) aber noch ab. Bei Sky erklärte der ehemalige Star der Bayern: „Ich würde Diomande jetzt nicht unbedingt empfehlen, den nächsten Schritt machen zu wollen. So weit ist er meiner Meinung nach noch nicht. Wir wissen ja, wo er herkommt, wie er zu RB Leipzig gekommen ist. Er hat vor zwei Jahren noch am College (in den USA, Anm. d. Red.) gespielt, war ein halbes Jahr bei einem Erstliga-Absteiger erfolgreich – deswegen hat ihn Leipzig ja geholt.“

Sky-Experte Lothar Matthäus (64)

Sky-Experte Lothar Matthäus (64)

Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto

Und weiter: „Diomande ist ein Riesenspieler. Das zeigt er jetzt auch mit der Elfenbeinküste beim Afrika-Cup. (…) Er ist ein Kandidat für den FC Bayern – wie viele andere auch. Da werden viele Namen gespielt. Alle werden sowieso nicht geholt.“

Matthäus sieht den FC Bayern ohnehin auf der Außenstürmerposition bestens besetzt. Ein dringender Bedarf, da nachzubessern, bestehe daher nicht. Mit Michael Olise und Luis Diaz haben die Bayern zwei absolute Superstars auf den Flügeln sowie Nachwuchsjuwel Lennart Karl und Nationalspieler Serge Gnabry.

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Matthäus erklärte weiter: „Eigentlich herrscht gar kein Bedarf, da vorne noch eine Position mit viel Geld zu besetzen. Denn ich glaube nicht, dass Leipzig ihn herschenken wird. Somit müsste da vorne erstmal ein Spieler den Verein verlassen.“ Auch der Preis spricht für den Rekordnationalspieler gegen einen Transfer. Diomanden hat einen Vertrag bis 2030 in Leipzig – ohne Ausstiegsklausel. Die Sachsen würden eine Ablösesumme von mindestens 100 Millionen Euro verlangen.