Bielefeld. Beim Bezirksligisten FC Türk Sport gibt es eine personelle Änderung. Der Tabellenfünfte der Staffel 2 hat ab sofort einen neuen Chefcoach, der zugleich aber auch als Spielertrainer fungieren wird. Der bisherige Coach, Özgür Saridogan, tritt aus beruflichen Gründen ins zweite Glied.

Smail Hadzic, sportlicher Leiter beim FC Türk Sport, sagt: „Dass Atilla den Cheftrainerposten übernimmt, war eigentlich für Sommer und folglich zur neuen Saison geplant. Durch die beruflichen Veränderungen bei Özgür haben wir uns nun entschieden, diesen Schritt vorzuziehen.“ Hadzic habe absolutes Verständnis für die Entscheidung von Saridogan. „Wir sind im Amateursport, da geht der Beruf doch immer vor“, so der sportliche Leiter. Atilla Parlar ist im Bielefelder Amateurfußball ein bekanntes Gesicht. Der 32-Jährige ist beruflich im Marketingbereich unterwegs und mit dem FC Türk Sport seit einigen Jahren fest verwurzelt. Schon seit Beginn der Saison 2025/26 war Parlar als spielender Co-Trainer aktiv. Er sagt: „Trainingsabläufe und Belastungssteuerung waren ohnehin schon meine Themen. Das ist jetzt also nicht mehr ganz neu für mich. Die Rolle des Cheftrainers hingegen schon.“

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Bielefelder sieht sich als Spielertrainer im Vorteil

So lange sein Körper ihn noch trägt, will Atilla Parlar als Spielertrainer fungieren. „Für diese Saison hatte ich dem Verein ohnehin gesagt, dass sie auch als Spieler auf mich zählen können. Das ziehe ich jetzt auch durch.“ Parlar glaubt, dass er, wenn er selbst mit auf dem Platz stehe, einen besseren Einfluss auf seine Spieler habe als von der Seitenauslinie. „Ich werde den Fußball beim FC Türk Sport aber nicht neu erfinden. Wir haben eine sehr gute Hinrunde gespielt und möchten an die Leistungen anknüpfen. Aber die Gegentorquote gilt es zu minimieren.“

Für Parlar ist es auf dem Platz wichtig, dass seine Spieler ähnlich strukturiert agieren wie er selbst. „Ich sage immer, dass jeder Laufweg richtig und wichtig ist“, so Parlar. Mehr Wert als auf das sportliche Talent legt der 32-jährige Defensivakteur nach eigener Aussage auf die menschlichen Werte und den Charakter der Spieler. „Wir wollen weg von den ganzen Hitzköpfen und hin zu echten Teamplayern. Klappt das, dann bin ich positiv gestimmt.“