Newsblog zum Krieg in der Ukraine

„Werden nicht für uns da sein“: Trump zweifelt an Nato-Partnern

Aktualisiert am 07.01.2026 – 17:34 UhrLesedauer: 11 Min.

Donald Trump: Er glaubt nicht an die Unterstützung der Nato.Vergrößern des Bildes

Donald Trump: Er glaubt nicht an die Unterstützung der Nato. (Quelle: Evan Vucci)

Ukrainische Truppen haben ein russisches Kommando nahe der Stadt Pokrowsk zurückgeschlagen. Trump spricht über die Nato. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Die Vereinigten Staaten von Amerika werden nach den Worten von US-Präsident Donald Trump „immer“ zur Militärallianz Nato stehen. „Wir werden immer für die Nato da sein, auch wenn sie nicht für uns da sein wird“, schrieb er auf seiner Online-Plattform Truth Social.

Weiter schrieb Trump, Russland und China hätten keine Angst vor der Nato, wenn Amerika nicht dazugehören würde. Er zweifelte zudem die Zuverlässigkeit der Nato-Verbündeten an: „Russland und China haben null Angst vor der Nato ohne die Vereinigten Staaten, und ich bezweifle, dass die Nato für uns da wäre, wenn wir sie wirklich brauchen. (…) Die einzige Nation, die China und Russland respektieren, ist die von DONALD J. TRUMP wiederaufgebaute USA.“ Weiter schrieb er: „Norwegen, ein Nato-Mitglied, hat sich unklugerweise entschlossen, mir den Friedensnobelpreis nicht zu geben. Aber das ist ja nicht wichtig!“

Zuletzt waren in der Debatte um einen US-Anspruch auf das zum Nato-Partner Dänemark gehörende Grönland Zweifel an der Bündnistreue der USA aufgekommen. Trump hatte bekräftigt, die Vereinigten Staaten bräuchten die größte Insel der Welt aus Gründen der Nationalen Sicherheit. Kopenhagen wies dies entschieden zurück. Dänemarks Regierungschefin Frederiksen sagte: „Wenn die USA ein anderes Nato-Land angreifen, dann hört alles auf.“

Außenminister Johann Wadephul setzt die Beratungen über den europäischen Beitrag zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine auf Ministerebene in Paris fort. Bei einem Treffen des sogenannten Weimarer Dreiecks mit seinen Kollegen aus Frankreich und Polen, Jean-Noël Barrot und Radoslaw Sikorski, werde es am Nachmittag auch um die Entwicklung robuster Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem Waffenstillstand und den europäischen Beitrag zur langfristigen Sicherheit gehen, kündigte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin an.

Später sollte zu dem Treffen in der französischen Hauptstadt Indiens Außenminister Subrahmanyam Jaishankar hinzukommen. Das Weimarer Dreieck war 1991 als Gesprächsformat von den damaligen Außenministern der drei Länder Deutschland, Frankreich und Polen in Weimar begründet worden.

Im Zentrum der Beratungen in Paris stünden die europäische Sicherheit, die laufenden Verhandlungen über einen Waffenstillstand und die Stärkung der Ukraine, sagte die Sprecherin weiter. Die Gespräche würden nahtlos an die Beratungen der sogenannten Koalition der Willigen vom Dienstag anknüpfen. Auch über die weitere Unterstützung der Ukraine gegen den fortdauernden russischen Angriffskrieg würden die Außenminister sprechen.