Das Gewicht der USA an den Kapitalmärkten ist zwei- bis viermal so hoch wie die Wirtschaftsleistung des Landes. Diese Überrepräsentation wird zunehmend zum Risiko – für Anleger ebenso wie für das globale Finanzsystem.
Aktien, Anleihen, Währungen, Zahlungsverkehr: Es gibt kaum einen Bereich, in dem der US-Dollar und US-Assets nicht dominieren. Doch gemessen am Bruttoinlandsprodukt sind die
Vereinigten Staaten zwar die Nummer eins, aber haben bei Weitem nicht die Wirtschaftskraft, die ihre Bedeutung für die Finanzmärkte nahelegen würde.
Der US-Dollar ist an fast jeder Devisentransaktion beteiligt, dominiert den internationalen Kreditmarkt und stellt weiterhin mehr als die Hälfte der globalen Währungsreserven. Auch an den
Aktienmärkten ist das Bild eindeutig: Im MSCI AC World entfallen inzwischen mehr als 65 Prozent des Indexgewichts auf US-Unternehmen – obwohl die USA nur etwa ein Viertel der
Weltwirtschaft repräsentieren. In Anspielung an die Einschätzung von Banken, die „too big to fail“ sind, also zu groß, um sie scheitern zu lassen, könnte man mit Blick auf die USA sagen, dass sie
„too big not to fail“ sind – also zu groß, um nicht zwangsläufig zu scheitern.
wallstreetONLINE Redaktion
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