
AUDIO: BSH: Klimawandel führt zu Rekordtemperatur in der Nordsee (1 Min)
Stand: 07.01.2026 17:37 Uhr
Die Nordsee war im vergangenen Jahr im Schnitt so warm wie noch nie. Das geht aus Daten des Hamburger Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hervor. Als Ursache für die Rekordtemperaturen sehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Klimawandel.
11,6 Grad – so warm war die Nordsee zwischen Großbritannien und der Deutschen Bucht im Jahresdurchschnitt. Das meldet das Hamburger Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), das die Daten seit Ende der 1960er Jahre auswertet. Besonders warm war es im nördlichen und im mittleren Teil der Nordsee sowie im Grenzgebiet zur Ostsee, sagte Tim Kruschke, BSH-Experte für Klimafragen. Demnach war die Nordsee als Ganzes im Schnitt noch nie so warm wie 2025.
2025 war für Ostsee das zweitwärmste Jahr
In der Ostsee gibt es erst seit 35 Jahren verlässliche Daten. Dort war 2025 das zweitwärmste Jahr. Der Temperaturanstieg gehe in der Ostsee aber insgesamt noch schneller voran als in der Nordsee, so Kruschke. Der langfristige Erwärmungstrend sei aber in beiden Meeren ganz deutlich sichtbar.
Eine Folge ist der steigende Meeresspiegel
Die Folgen der Meereserwärmung sind laut BSH: Die Tier- und Pflanzenwelt würde sich verändern. Außerdem steige der Meeresspiegel – einmal, weil Gletscher schmelzen, aber auch, weil wärmeres Wasser mehr Platz brauche. In Cuxhaven sei der Meeresspiegel beispielsweise in den vergangenen 125 Jahren bereits um einen Viertelmeter gestiegen.

Die Nordsee soll zum „größten Reservoir für saubere Energie weltweit“ ausgebaut werden. Ende Januar wird darüber in Hamburg verhandelt.

Die weltweite Klimakrise trifft auch Norddeutschland. Wie kann die Energiewende gelingen? Welches sind die besten Lösungen?
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.01.2026 | 12:00 Uhr