Brühl. Da können die Mitarbeiter der Brühler Gemeindeverwaltung und Spaziergänger nur mit dem Kopf schütteln. „Was geht solchen Leuten durch den Kopf?“ Gemeint sind die Zeitgenossen, die zwischen den Jahren in der Kollerstraße mehrere Matratzen und anderen großteiligen Unrat rücksichtslos in der Umwelt entsorgt haben.

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Für umweltbewusste Menschen ist es wohl unvorstellbar, aber die illegale Müllentsorgung in der Natur nimmt bundesweit zu. Dabei geht es nicht nur um Reste vom Picknick, Verpackungsmüll, Taschentücher oder Bonbonpapier, sondern auch um Reifen, Gartenabfällen, Sperr- und Sondermüll bis hin zu Bauschutt. Es gibt nichts, was heutzutage nicht im Wegesrand landet. Diese besorgniserregende Entwicklung gefährdet nicht nur die Schönheit der Umwelt, sondern auch die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen.

Bußgelder von bis zu 100.000 Euro für illegale Müllablagerung

Dabei sind die Bußgelder, die für illegale Müllentsorgung anfallen, keine Lappalie. So kann eine weggeworfene Glasflasche beispielsweise in Baden-Württemberg zwischen 25 und 100 Euro kosten. In extremen Fällen kann durchaus eine Höhe der Strafzahlung von bis zu 100.000 Euro erreicht werden.

Eine der alten Matratzen muss der Brühler Bauhof am Rhein nahe der Kollerfähre aufsammeln. © Gemeindeverwaltung Brühl

Was dem Brühler Haupt- und Ordnungsamtsleiter Jochen Ungerer absolut unverständlich ist: „Wenn man es bis an die Kollerstraße transportiert, hätte man es auch nach Ketsch zur Entsorgung bringen können.“

Nun zahlt der Steuerzahler die Arbeitsstunden für die Bauhofmitarbeiter und die Entsorgung bei den Müllannahmestelle.