KI im Kinderzimmer
Das ist auf der Spielwarenmesse geboten
08.01.2026 – 06:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Messe Nürnberg: Vom 27. bis zum 31. Januar 2026 trifft sich die Branche auf der Internationalen Spielwarenmesse. (Quelle: Daniel Karmann/dpa/dpa)
Zum 75-jährigen Jubiläum wird die Spielwarenmesse in Nürnberg zum globalen Branchentreff. Sie zeigt auch, wie Künstliche Intelligenz Einzug in die Kinderzimmer hält.
Über 2.000 Aussteller präsentieren in Nürnberg auf der 75. Spielwarenmesse die Spieltrends von morgen. Fachpublikum aus aller Welt wird vor Ort sein.
Von Dienstag, 27. Januar, bis Samstag, 31. Januar 2026, öffnet die Spielwarenmesse im Nürnberger Messezentrum ihre Tore. Hier treffen sich Einkäufer großer Handelsketten, Einzelhändler und Start-ups, um sich über Neuheiten, Trends und Marktbewegungen auszutauschen. Sie reisen dafür aus über 60 Ländern an, wie die Webseite der Spielwarenmesse verrät.
Diese Messe ist eine reine Fachmesse. Zutritt haben nur registrierte Fachbesucher. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sind nicht zugelassen. Geöffnet ist die Messe von Dienstag bis Freitag jeweils von 9 bis 18 Uhr, am Samstag schließt sie bereits um 17 Uhr.
Vor 75 Jahren, im Jahr 1949, wurde die Spielwarenmesse als Fachveranstaltung ins Leben gerufen. „Den Spielwarenherstellern fehlt nach der Teilung Deutschlands eine geeignete Messe für die Präsentation ihrer Produkte“, so seinerzeit die Veranstalter. Zu den Gründern zählten etwa Carl Ehmann von Märklin, Arno Drottboom von Vedes oder Hans Mangold von Gama.
Heute ist die Messe das weltweit wichtigste Branchentreffen. Das Jubiläum soll mit besonderen Aktionen gefeiert werden. So ist für den Donnerstag etwa ein großes Feuerwerk angekündigt. Auch für Nürnberg ist die Spielwarenmesse eines der wichtigsten jährlichen Events – nicht nur wirtschaftlich.
Der zentrale Trend in diesem Jahr heißt „AI Loves to Play“. Er nimmt darauf Bezug, dass Künstliche Intelligenz zunehmend an Einfluss auf Spielkonzepte und Produktentwicklungen gewinnt. Es sind also Spielwaren zu erwarten, die Sprache verstehen, Interessen erkennen und eigenständig reagieren, ohne aber das klassische Spielen zu verdrängen. „Die neuesten Angebote, die die kindliche Neugier wecken und Kreativität fördern sollen, wären früher schlicht und ergreifend als Spinnerei aus Science-Fiction-Romanen abgetan worden“, heißt es dazu auf der Webseite.
