
AUDIO: Hamburg: Extremer Lärm an Baustelle Sternbrücke erwartet (1 Min)
Stand: 08.01.2026 06:06 Uhr
An der Sternschanze beginnt heute eine wochenlange Nervenprobe für die Anwohner und Anwohnerinnen: Es wird extrem laut. Die Bahn setzt Fundamentpfähle für die neue Sternbrücke über der Stresemannstraße. Einige ziehen ins Hotel um.
Ein wahrer Höllenlärm erwartet mehrere Hundert Menschen, die östlich der Kreuzung Max-Brauer-Allee/Stresemannstraße wohnen. Erst eine, dann zwei Großmaschinen bohren tiefe Löcher für die Fundamentpfähle in die Erde, so die Bahn. Sie tragen später die 108 Meter lange schwere Sternbrücke. Weil der Boden schwammig ist, müssen demnach die Pfähle extrem tief gesetzt werden. Das dauert pro Pfahl 50 Stunden.
Zwei Großgeräte im Einsatz für rasches Arbeiten
Heute beginnen Belastungstests für Probepfähle. Richtig laut wird es ab Montag – und das dann fünf Wochen lang. Die Bahn teilt mit: Ab dem 12. Januar kommt das erste Großbohrgerät zum Einsatz. Ein weiteres soll voraussichtlich am 19. Januar hinzukommen, damit parallel und rascher gearbeitet werden kann. Ab dann sind die Arbeiten noch lärmintensiver.
Bauarbeiten unter der Woche rund um die Uhr
Es wird an den Tagen mehr gearbeitet als die Bahn im Dezember ankündigte. Nun heißt es, dass unter der Woche rund um die Uhr gebohrt und gerammt wird: jeweils von 7 Uhr montags nonstop bis freitags 19 Uhr bis Mitte Februar. Nur an den Wochenenden ist Pause – abgesehen vom 14. und 15. Februar. Danach müssten diese Arbeiten abgeschlossen sein.
Anwohnerinnen und Anwohner ziehen ins Hotel
Wegen des nächtlichen Lärms haben 500 Haushalte an der Sternbrücke Anspruch auf Hotelzimmer. Wie NDR 90,3 erfuhr, nehmen das nur 145 wahr. Die anderen versuchen, mit dem Lärm fertig zu werden. Auswirkungen auf den Auto- und Bahnverkehr soll es nicht geben. Im August soll die neue Sternbrücke in Betrieb gehen.

Ab 8. Januar bohren Großmaschinen in Hamburg-Altona tiefe Löcher für die Fundamentpfähle. Zum Teil wird auch nachts gearbeitet.

In Hamburg protestierten am Montagmorgen rund 60 Menschen gegen die zurzeit stattfindenden Abholzarbeiten an Straßenbäumen in der Max-Brauer-Alle.

Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hat die Klage von Anwohnern und Umweltschützern abgewiesen. Die Bahn darf die alte Brücke abreißen.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.01.2026 | 06:00 Uhr