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Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Tote nach Angriff auf Häfen bei Odessa. Die USA beabsichtigen, den Kauf von billigem russischem Öl einzudämmen. Der News-Ticker.

Update, 9:16 Uhr: Im Verlauf des vergangenen Tages kam es im Ukraine-Krieg zu 275 Kampfhandlungen, wie der ukrainische Generalstab mitteilt. An zwei Fronten waren die Angriffe am häufigsten: in Pokrowsk und in Huliaipole. Zudem griffen russische Streitkräfte in der Nacht zum 8. Januar mit knapp 100 Drohnen an. Die ukrainische Luftwaffe meldete den Abschuss von 70 Drohnen, während 27 unbemannte Luftfahrzeuge ihre Ziele trafen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 9:01 Uhr: Die Ukraine und ihre Unterstützer klären immer mehr Details einer möglichen Nachkriegsordnung. Mit Blick auf ein Ende des Ukraine-Kriegs betonte Präsident Wolodymyr Selenskyj gestern allerdings, er warte noch immer auf eine klare Garantie der europäischen Verbündeten, dass sie eingreifen würden, sollte Russland gegen die Bestimmungen eines Friedensabkommens verstoßen.

Während des Ukraine-Gipfels in Paris der „Koalition der Willigen“ unterzeichneten Großbritannien und Frankreich am Dienstag (6. Januar) eine Absichtserklärung zur Entsendung von Truppen in die Ukraine im Falle eines Friedensabkommens mit Russland. Auch The Telegraph zum Beispiel bemängelte, dass entscheidende Aspekte noch unklar seien. Der Bericht unter Friedenspläne in der Schwebe – Details fehlen.

Selenskyj regt nach Maduro-Festnahme Sturz von Kadyrow an

Update, 8. Januar, 8:25 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat gefordert, dass der tschetschenische Führer Ramsan Kadyrow das gleiche Schicksal erleiden solle wie der gefangengenommene venezolanische Führer Nicolás Maduro. „Sie haben es schnell gemacht“, sagte Selenskyj gestern vor Journalisten mit Blick auf den US-Einsatz gegen Maduro und fügte laut der AFP an: „Mögen Sie einen ähnlichen Einsatz gegen, wie heißt er noch, Kadyrow, ausführen.“

Die Kyiv Post zitierte Selenskyj noch weiter: „Mit diesem Mörder. Vielleicht sieht Putin das dann und überlegt es sich zweimal.“ Selenskyj meinte, das Vorgehen zur Absetzung Maduros habe bewiesen, dass Washington die Macht habe, Moskau zu beeinflussen, wenn es dies wirklich wolle.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite RusslandsRusslands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger StaatenFotostrecke ansehenUkraine-Krieg aktuell: Putin-Verbündeter Kadyrow nennt Selenskyj einen „Mistkerl“

Kadyrow, der die russische Teilrepublik Tschetschenien seit fast 20 Jahren mit harter Hand regiert, gilt als loyaler Unterstützer von Kremlchef Wladimir Putin. Kadyrow hat tausende Soldaten zur Unterstützung der russischen Offensive in die Ukraine geschickt. Kadyrow reagierte auf Telegram auf Selenskyjs Äußerungen. Er beschimpfte den ukrainischen Staatschef als „Mistkerl“ und bezeichnete Selenskyjs Bitte um „Hilfe“ bei den USA als „erniedrigend“ für ihn selbst.

Ukraine-Krieg aktuell: Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Odessa

Erstmeldung: Kiew – Die wichtige Getreideausfuhr der Ukraine läuft über die Häfen am Schwarzen Meer. Deshalb werden die Kaianlagen immer wieder zum Ziel russischer Angriffe. Durch einen russischen Luftangriff auf Häfen bei Odessa sind am Mittwoch (7. Januar) nach ukrainischen Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden.

Die russische Armee habe Drohnen und Raketen eingesetzt, teilte der Gouverneur des Gebietes Odessa, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Es gebe außerdem acht Verletzte. Es habe Schäden an der Infrastruktur der Häfen Piwdennyj und Tschornomorsk gegeben. Kiper veröffentlichte Fotos mit zerstörten Containern und beschädigten Lkw. In Odessa selbst waren nach Medienberichten Explosionen zu hören.

USA wollen wirtschaftlichen Druck auf Putin erhöhen

US-Präsident Donald Trump hat derweil offiziell grünes Licht für ein lange blockiertes, parteiübergreifendes Sanktionsgesetz gegeben. Das berichten US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf Aussagen des republikanischen Senators Lindsey Graham vom Mittwoch (7. Januar).

Trump hat nach Meinung einiger Beobachter damit die Tür für das geöffnet, was nach Ansicht der Abgeordneten die bisher aggressivste Kampagne wirtschaftlichen Drucks gegen Kremlchef Wladimir Putin sein könnte. „Das war kein Zufall und es war auch nicht symbolisch“, sagte ein republikanischer Senatsmitarbeiter, der anonym bleiben wollte, der Kyiv Post.

Ukraine-Krieg aktuell: Trump soll Russland-Sanktionsgesetz sein „Okay“ gegeben haben

Wie die Ukrajinska Prawda berichtet, sagte Graham auch, dass dieses Gesetz es Trump ermöglichen würde, jene Länder zu bestrafen, die billiges russisches Öl kaufen, welches Putins Kriegsmaschinerie antreibt.

Auf Grahams Äußerungen angesprochen, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses, Trump unterstütze das Gesetz. Graham sagte laut Politico, eine Abstimmung im Senat werde „hoffentlich schon nächste Woche“ stattfinden.

Ukraine-Krieg aktuell: Putins Truppen rücken in Sumy und Donzek vor

Das Analyseprojekt DeepState teilte unterdessen mit, dass die russische Armee den Ort Andrijiwka in der Region Sumy und das Dorf Nowomarkowo in der Region Donezk besetzt habe. Außerdem würden die Truppen in der Nähe von Maiske vorrücken. Das berichtet aktuell die Ukrajinska Prawda.

Russische Soldaten im Frontabschnitt Pokrowsk. Russische Soldaten im Frontabschnitt Pokrowsk (Archivbild). © IMAGO/Stanislav KrasilnikovRussland verliert mehr als 1400 Soldaten an einem Tag

Auf den Schlachtfeldern des Konflikts steigen derweil Russlands Verluste weiter. Binnen eines Tages hat Putins Armee laut Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte etwa 1400 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Damit steigt die Zahl der gesamten Verluste im Ukraine-Krieg seit Beginn der Kampfhandlungen auf etwa 1.215.900 Soldaten. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)