Der CSD Karlsruhe e.V. ruft zu einer Demonstration am Samstag, 28. Februar, auf. Im Vorfeld der Landtagswahlen in Baden-Württemberg am Sonntag, 8. März, will der Verein ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und den Schutz queerer Menschen setzen – auch auf Landesebene. Das gab der Verein in einer Mitteilung vom 8. Januar bekannt.

Landespolitik habe Einfluss auf queere Lebensrealitäten

Die Demonstration soll um 11.55 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Marktplatz Karlsruhe beginnen. Das Ziel der Demo sei es außerdem, Wählerinnen und Wähler dafür zu sensibilisieren, dass Landespolitik einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensrealitäten queerer Menschen hat – etwa in Bildung, Sicherheit, Gesundheit, Kultur und bei der Förderung queerer Strukturen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Der CSD Karlsruhe 2025.

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Der CSD Karlsruhe 2025.
Foto: Paul Needham

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Der CSD Karlsruhe 2025.
Foto: Paul Needham

Zusätzlich will sich der Verein klar gegen Rechtsextremismus positionieren. Eine ihrer Forderungen an die neue Landesregierung sei daher, sich im Bund für die Prüfung eines AfD-Verbots stark zu machen.

Forderungen an die Landespolitik

In einem Positionspapier mit Forderungen an die Landespolitik fordert der Verein unter anderem:

  • den Ausbau wirksamer Schutzmechanismen vor Diskriminierung, insbesondere durch staatliche Stellen
  • eine verbindlich queerfreundliche Bildungspolitik: Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Schulen verankern und Lehrkräfte stärken
  • queersensible Gesundheitsversorgung: Abbau von Diskriminierung, Zugang zu psychosozialer und psychotherapeutischer Unterstützung verbessern
  • Besseren Schutz queerer Menschen vor Hasskriminalität, Sensibilisierung bei Polizei und Justiz

„Unsere Existenz wird infrage gestellt“

Karsten Kremer, Vereinsvorsitzender des CSD Karlsruhe e.V., warnt vor der politischen Entwicklung in Deutschland: „Queere Menschen erleben aktuell sehr konkret, was es bedeutet, wenn rechtsextreme Parteien wie die sogenannte ‚Alternative für Deutschland‘ gesellschaftliche Debatten verschieben. Unsere Existenz wird infrage gestellt, Schutzmechanismen werden delegitimiert, Vielfalt wird zum Feindbild erklärt. Dem stellen wir uns entschieden entgegen.“

Karsten Kremer vom CSD Karlsruhe. (Archivbild)

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Karsten Kremer vom CSD Karlsruhe. (Archivbild)
Foto: Tim Carmele

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Karsten Kremer vom CSD Karlsruhe. (Archivbild)
Foto: Tim Carmele

Der Verein erwarte von der baden-württembergischen Landespolitik eine klare Haltung. „Demokratie heißt auch, rechtsextremer Politik entschieden Grenzen zu setzen und queere Menschen zu schützen“, sagt Kremer.

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