„Gefahr für Leib und Leben“
In der Nacht geht’s los: Blizzard-Walze erreicht Bremen
Aktualisiert am 08.01.2026 – 11:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Winterstau auf einer Autobahn (Symbolfoto): Autofahrer müssen sich auf verschneite Straßen einstellen, es herrscht akute Glättegefahr. (Quelle: Fabian Strauch/dpa)
Alles schaut in Richtung Himmel: In der Nacht zu Freitag soll der erwartete Schneesturm Bremen erreichen. Der Deutsche Wetterdienst warnt eindringlich.
Legt“ Elli“ den Norden lahm? Laut aktuellen Prognosen könnte das Sturmtief Bremen besonders hart treffen. Meteorologen gehen von mindestens 15 Zentimetern Neuschnee aus, die in der Nacht zu Freitag vom Himmel fallen. Mancherorts könnte es deutlich mehr werden, prognostizieren die Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Hinzukommt die Gefahr von massiver Straßenglätte – denn die Temperaturen bewegen sich im kritischen Bereich.
Noch bleibt es am Donnerstag ruhig. Zwar sind in und rund um Bremen auch in der Nacht wieder einige Flocken vom Himmel gekommen, eine wirkliche Veränderung der Wetterlage hatte das aber nicht zur Folge.
Am Abend zieht sich der Himmel laut Vorhersagen immer weiter zu. Bei Werten um den Gefrierpunkt muss dann insbesondere in der zweiten Nachhälfte mit ergiebigem Niederschlag beziehungsweise Schneefall gerechnet werden. Der DWD geht von aktuell mindestens 12 Zentimetern Neuschnee aus, möglich sind aber auch bis knapp 25 Zentimeter.
Da die Werte knapp über oder unter dem Gefrierpunkt liegen sollen, seien auch Schneeregen oder gefrierender Regen möglich. Hinzu kommt starker Wind, der vorrangig im Norden Niedersachsens für schwere Sturmböen sorgen könnte. Laut DWD sind Böen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde wahrscheinlich, was zu Schneeverwehungen führen kann. Es bestehe Unwettergefahr.
Am Donnerstagmittag aktualisierte der DWD seine Warnkarte für Deutschland und gab eine amtliche Unwetterwarnung (zweithöchste Stufe) aufgrund von starken Schneeverwehungen heraus. Demnach sei aufgrund einer „stark erhöhten Schneedecke bis hin zu blockierten Verkehrswegen“ mit einer Gefahr für Leib und Leben zu rechnen. Da zudem oftmals die Sicht im Freien stark eingeschränkt sei, solle ein Aufenthalt im Freien beziehungsweise Autofahrten vermieden werden.
Die Warnung gilt auch für Bremerhaven, die Wesermarsch, die Landkreise Osterholz und Verden sowie Cuxhaven.
„kachelmannwetter.com“ schreibt auf seinem X-Account: „Schneechaos am Freitagmorgen im Berufsverkehr“ und warnt Autofahrer vor 5 bis 10 Zentimetern Neuschnee in nur drei Stunden, was bei Pulverschnee dafür sorge, dass dieser sich teils deutlich höher auftürmen könne. Grund dafür: der starke Wind aus Südost.
