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News zur Ukraine: Russland setzt die Angriffe gegen die Energieversorgung der Ukraine fort. Merz warnt vor einer Energiekrise. Der Ticker.
Update, 8:01 Uhr: Russland hat am gestrigen Tag 940 Soldaten im Ukraine-Krieg verloren. Die Gesamtverluste seit Kriegsbeginn erreichten damit 1.213.460 tote Soldaten, meldet der ukrainische Generalstab laut Ukrainska Pravda. Zusätzlich zerstörten ukrainische Kräfte fünf russische Panzer und 46 Artilleriesysteme. Besonders schwer waren die Verluste bei Drohnen: 879 unbemannte Kampfdrohnen gingen an einem Tag verloren. Weitere vernichtete russische Ausrüstung umfasste sechs gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 157 Fahrzeuge und Tanklaster, so der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte.
Offensive im Ukraine-Krieg: Russland kassiert Schlag gegen Öl-Wirtschaft
Update, 6:33 Uhr: Ukrainische Drohnen haben in der Nacht mehrere Ölanlagen in russischen Regionen attackiert. In Twer traf ein Angriff ein Wohngebäude im Stadtzentrum. Dabei starb eine Person, zwei weitere wurden verletzt, teilten örtliche Behörden der Ukrainska Pravda mit. Die ersten Explosionen begannen gegen 2:00 Uhr in Pensa. Anwohner hörten fünf bis sieben Detonationen. Eine Stunde später trafen Drohnen eine Ölraffinerie in Usman und entfachten einen Brand. Der Ukraine-Krieg verschärft sich durch verstärkte Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen. Diese sind wichtige Einnahmequellen für Moskaus Kriegsfinanzierung.
Ende vom Ukraine-Krieg in Sicht?
Update, 6. Januar, 5:07 Uhr: Vertreter aus 35 Ländern treffen sich am Dienstag in Paris, um über ein Ende des Ukraine-Krieges zu verhandeln. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sowie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nehmen an dem Treffen der „Koalition der Willigen“ teil. Die Gespräche konzentrieren sich auf die Absicherung eines möglichen Waffenstillstands und den Einsatz einer internationalen Friedenstruppe. Kushner ist Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump.
Die Ukraine meldet für 2025 über 418.000 russische Verluste. © © IMAGO / Russian Look / ArchivbildVerluste im Ukraine-Krieg: Russland verliert massenhaft Artillerie
Update, 20:18 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben im Dezember 2025 einen neuen Rekord im Ukraine-Krieg aufgestellt und 128 russische Luftabwehrsysteme und Radarstationen mit Drohnen zerstört. Dies sei die höchste Anzahl derartiger Ziele, die innerhalb eines Monats getroffen wurden, teilte der stellvertretende Ministerpräsident Mychajlo Fedorow mit.
Insgesamt griffen ukrainische Militäreinheiten im vergangenen Monat fast 107.000 verschiedene Ziele mit unbemannten Systemen an – 31 Prozent mehr als im November. „Im Dezember erreichten unsere Streitkräfte mehrere Rekordwerte mit unbemannten Systemen“, sagte Fedorow der Ukrainska Pravda.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-News: Merz warnt – Kiew „am Rande einer humanitäre Energiekrise“
Update, 19:05 Uhr: Nach der Einschätzung von Bundeskanzler Friedrich Merz befindet sich die Ukraine „am Rande einer humanitäre Energiekrise“. Der Kanzler erhob schwere Vorwürfe gegen das Vorgehen der Armee Russlands und Präsident Wladimir Putin. Das geht aus einem Reuters vorliegenden Schreiben des Kanzlers an die Regierungsfraktionen hervor.
Merz warnt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin im vierten Ukraine-Krieg-Winter keinen Waffenstillstand anstrebe, sondern die „bisher schwersten Angriffe auf die zivile Infrastruktur“ befohlen habe. Ein Kriegsende sei nur mit „wirklichen Sicherheitsgarantien der USA und Europas“ für die Ukraine möglich, erklärte der Kanzler in dem Schreiben weiter.
Ukraine-News: Selenskyj und Merz reisen nach Paris – Treffen mit Trumps Sondergesandtem
Update, 17:31 Uhr: Zur Abstimmung des weiteren Vorgehens im Ukraine-Konflikt werden Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und mehrere weitere Staats- und Regierungschefs am Dienstagnachmittag in Paris erwartet. Aus den USA reisen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, zu dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen an. Die Staaten stehen an der Seite der Ukraine, die sich seit dem 24. Februar 2022 gegen den russischen Angriffskrieg wehrt.
In den Gesprächen werde es um die anhaltende Unterstützung für die Ukraine und die Fragen nach einem Erreichen eines Waffenstillstandes gehen, hieß es in Berlin. Nach ukrainischen Informationen hatten nationale Sicherheitsberater der Koalition sowie Vertreter von EU und NATO bereits am Samstag über Sicherheitsgarantien für Kiew, „Ansätze für den Friedensplan“ sowie den weiteren Zeitplan beraten.
Ukraine-News: Unterseekabel in der Ostsee beschädigt – Litauen prüft Konsequenzen
Update, 15:56 Uhr: Litauische Behörden haben eine weitere Beschädigung an einem Unterseekabel in der Ostsee bestätigt. Das betroffene Kabel verbindet Litauen mit Lettland, wie der Leiter der litauischen Notfallbehörde, Vilmantas Vitkauskas, am Montag mitteilte. „Wir prüfen, welche möglichen Konsequenzen dieser Vorfall haben könnte“, sagte Vitkauskas vor Journalisten. Der Schaden wurde erstmals am Freitag bemerkt. Es ist bereits der dritte Vorfall binnen eines Monats – nach Kabelschäden zwischen Estland und Finnland sowie Schweden und Estland. Experten vermuten hinter den Vorfällen hybride Angriffe Russlands im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg durch die sogenannte Schattenflotte.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands
Fotostrecke ansehenUkraine-News: Selenskyj tauscht Geheimdienstchef aus und fordert mehr Operationen gegen Russland
Update, 13:37 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Wassyl Maljuk, abgelöst. Die Personalentscheidung ist Teil einer umfassenderen Regierungsumbildung, wie Selenskyj auf der Plattform X mitteilte. Maljuk soll sich künftig stärker auf Kampfeinsätze konzentrieren. „Es muss mehr ukrainische asymmetrische Operationen gegen den Besatzer und den russischen Staat geben und solidere Ergebnisse bei der Ausschaltung des Feindes“, erklärte der Präsident laut Reuters. Der SBU hatte unter Maljuks Führung seit 2023 mehrere aufsehenerregende Operationen durchgeführt, darunter Angriffe auf die Krim-Brücke.
Update, 10.53 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Indien erneut mit massiven Zöllen gedroht, falls das Land seine Käufe von russischem Öl nicht einschränkt. „Sie treiben Handel, und wir können die Zölle sehr schnell erhöhen“, sagte Trump Reportern an Bord der Air Force One, wie Reuters berichtet. Die Drohungen verstärken den Druck auf Neu-Delhi während ergebnisloser Handelsgespräche.
Der republikanische US-Senator Lindsey Graham, der den US-Präsidenten begleitete, unterstützt Gesetze, die Zölle von bis zu 500 Prozent auf Länder wie Indien vorsehen, die weiter russisches Öl beziehen. „Wer billiges russisches Öl kauft, hält Putins Kriegsmaschinerie am Laufen“, sagte er laut Reuters.
Union warnt nach Venezuela vor Streit mit Trump
Update, 5. Januar, 10:02 Uhr: Aus Sorge um die Ukraine-Gespräche: Mehrere CDU-Politiker haben vor einem Konflikt mit US-Präsident Donald Trump wegen dessen militärischen Vorgehens gegen Venezuela gewarnt. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, und der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Armin Laschet, plädierten für Zurückhaltung bei der Kritik.
„Wir tun uns alle keinen Gefallen, wenn wir jetzt ein vorschnelles Urteil treffen und damit in Streit mit dem US-Präsidenten geraten, den wir ja gewinnen wollen“, sagte Hardt dem Bayerischen Rundfunk. Laschet warnte vor einem möglichen Einflussverlust bei den Ukraine-Gesprächen, falls Europa Trump zu einseitig anklage. Hardt betonte, Deutschland müsse Einfluss auf die US-Politik nehmen, „wo sie uns unmittelbar angeht“ – wie bereits in der Ukraine-Politik gelungen.
Ukraine-News: Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf Kiew
Erstmeldung: Kiew – Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadtregion Kiew sind nach dortigen Angaben in der Nacht zu heute (5. Januar) mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein Mensch wurde in der Hauptstadt selbst getötet, erklärte der Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram.
Ukraine-News: Kein Ende vom Ukraine-Krieg – Kiew und Moskau beschuldigen einander
Nach Behördenangaben wurde zudem eine medizinische Einrichtung getroffen und mehrere Wohnhäuser sowie kritische Infrastruktur in Vororten von Kiew beschädigt. In der Stadt Fastiw rund 70 Kilometer südwestlich von Kiew wurde ein 70-jähriger Mann getötet, erklärte der Kiewer Gouverneur Mykola Kalaschnyk.
Moskau und Kiew beschuldigten einander, mit fortgesetzten Angriffen die derzeitigen internationalen Verhandlungen über ein Ende des inzwischen fast vier Jahre andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu untergraben.
Ukraine-News: Auto explodiert in Kiew
Am Vortag war bei einer Autoexplosion in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Behördenangaben ein Soldat verletzt worden. Wie die Staatsanwaltschaft der Millionenmetropole mitteilte, kam es beim Öffnen des Kofferraums zu der Detonation. Der Soldat sei durch Splitter verletzt worden. Ermittelt werde wegen des Verdachts eines Terroranschlags. Nähere Angaben etwa zum Besitzer des Fahrzeugs oder möglichen Hintergründen machten die Ermittler nicht.
Ukraine-News: Kiew und Moskau werfen einander Terror vor
Die Ukraine warnt in ihrem Kampf gegen den russischen Angriffskrieg immer wieder vor der Gefahr von Anschlägen und Sabotage im eigenen Land. Dabei gab es bereits mehrfach Tote. Die ukrainischen Geheimdienste wiederum sind Drahtzieher schwerer Bombenattentate in Russland, bei denen etwa in Moskau auch Generäle getötet wurden.
Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen
Derweil nehmen Russlands Verluste im Ukraine-Krieg weiter zu. In den vergangenen 24 Stunden verlor Putins Armee nach ukrainischen Angaben 990 Soldaten, acht Panzer und 29 Artilleriesysteme. Zusätzlich habe Moskau zwei Mehrfachraketenwerfer verloren; außerdem seien 704 Drohnen abgeschossen worden, meldete Kiew. Diese Zahlen können unabhängig nicht überprüft werden. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)