Mindestens 3,1 Millionen Euro, maximal um die 4,6 Millionen Euro: Die Summe, die dank der Blitzer auf der Rheinbrücke in die Karlsruher Stadtkasse fließt, liegt sicher irgendwo dazwischen. Zumal die Stadt Karlsruhe noch darauf hinweist, dass das Geld an die Landeskasse fließt, wenn Verfahren vor dem Amtsgericht entschieden werden. Aber auf jeden Fall spielt die Stadt Karlsruhe einen beträchtlichen Teil ihrer Bußgeldeinnahmen auf der Rheinbrücke ein: Rund 17 Millionen Euro sind das im Jahr insgesamt, 20 bis 25 Prozent dürften von den Blitzern auf der Rheinbrücke kommen.
Mit Blick auf das Milliardenloch in der Karlsruher Stadtkasse ist das gerade mal ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein: Die Bußgelder machen insgesamt weniger als 1 Prozent des Haushaltsvolumens aus. Volkswirtschaftlich sieht die Rechnung nochmal ganz anders aus: Die Radarfalle Richtung Pfalz schützt die Rheinbrücke vor der Erschütterung durch schnelle Lastwagen. Und was nur ein zeitweiliger Ausfall der Brücke kosten würde – da ist man schnell mal bei 100 Millionen oder mehr. Denn so lange die 2. Rheinbrücke nicht steht, hängt ein großer Wirtschaftsraum an diesem Nadelöhr, das größte Lastwagenwerk der Welt und die größte Raffinerie im Südwesten inklusive.