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Der Arbeitsmarkt im Landkreis Miesbach zeigt sich zum Jahresende robust (Symbolbild).Im Landkreis München waren im Dezember 6970 Menschen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote steigt auf 3,5 Prozent. (Symbolfoto) © Oliver Berg/dpa

Im Landkreis München waren im Dezember 6970 Menschen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote steigt auf 3,5 Prozent. Gleichzeitig gibt es deutlich weniger offene Stellen als im Vorjahr.

Im Landkreis München waren im Dezember insgesamt 6970 Menschen ohne Arbeit. Das sind 93 Personen mehr als im November, ein Anstieg um 1,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um 468 Personen, was einem Plus von 7,2 Prozent entspricht. Das geht aus dem Monatsbericht der Agentur für Arbeit hervor. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Im Dezember des Vorjahres lag sie noch bei 3,3 Prozent.

Auch die Zahl der Menschen, die vom Jobcenter des Landkreises München betreut werden, ist leicht gestiegen. Im Bereich der Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) waren im Dezember 2812 Personen arbeitslos gemeldet – 34 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen minimalen Zuwachs von vier Personen.

Auf dem Stellenmarkt zeigt sich ebenfalls eine leichte Abschwächung. Die Unternehmen der Region meldeten der Agentur für Arbeit München im Dezember 2611 neue Stellen. Das sind zwar 28 mehr als im November, jedoch 22 Stellen weniger als im Vorjahr. Insgesamt waren im Dezember 10 423 offene Stellen gemeldet. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Rückgang um 1259 Stellen oder 10,8 Prozent.

„Der Münchner Arbeitsmarkt zeigt sich zum Jahresende unverändert und steht weiterhin im Zeichen der konjunkturellen Schwäche“, erklärt Wilfried Hüntelmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München. Zwar liege der Anstieg der Arbeitslosigkeit im saisonüblichen Rahmen, dennoch sei die Zahl der Arbeitslosen so hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr, während gleichzeitig weniger freie Stellen zur Verfügung stünden. Dadurch sänken die Chancen auf eine schnelle Rückkehr in Beschäftigung.

Gleichzeitig gebe es weiterhin gute Perspektiven für Menschen, die bereit seien, sich weiterzubilden und flexibel zu bleiben. „Der demografische Wandel sorgt dafür, dass qualifizierte Fachkräfte auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten gefragt sind. Wir unterstützen mit passgenauen Qualifizierungen und individueller Beratung“, so Hüntelmann.