Extremwetterlage
Stadt weitet Winternothilfe für Obdachlose aus
08.01.2026 – 16:47 UhrLesedauer: 1 Min.
Eine Obdachlose sitzt in der Innenstadt von Hannover (Archivbild): Die städtischen Notschlafstellen bleiben dieses Wochenende durchgehend geöffnet. (Quelle: Droese/imago)
Hannover reagiert auf die angekündigte Kältewelle am Wochenende. Betroffene Obdachlose können rund um die Uhr verschiedene Schutzmaßnahmen in Anspruch nehmen.
Die Stadt Hannover hat ihre Winternothilfe für obdachlose Menschen vom 9. bis 11. Januar ausgeweitet. Wetterprognosen sagen klirrende Kälte für das Wochenende voraus.
Die städtischen Notschlafstellen bleiben durchgehend geöffnet. Die Straßensozialarbeit wird am Wochenende außerplanmäßig im Einsatz sein. Das Café Nachtlicht des Diakonischen Werks Hannover öffnet ebenfalls das gesamte Wochenende. Am Freitag, 9. Januar, beginnt der Betrieb bereits um 18 statt um 20 Uhr.
Oberbürgermeister Belit Onay sagte: „Solidarität und Einsatzbereitschaft sind hier das Gebot der Stunde, denn diese extremen Wetterlagen können für die Menschen auf der Straße lebensbedrohlich sein.“ Die Stadtverwaltung behalte die Lage auch über das Wochenende hinaus im Blick und entscheide über weitere Maßnahmen.
Seit dem 2. Januar sind mehrere Notschlafstellen in Hannover durchgehend geöffnet. Dazu zählen Einrichtungen in der Feuerwehrstraße, Podbielskistraße 115, Wörthstraße 10, Langensalzastraße 17 und am Vinnhorster Weg 73 sowie der sich direkt gegenüber der Notschlafstelle Alter Flughafen befindende städtische Tagesaufenthalt Dornierstraße.
Die Kältebusse der Caritas, Johanniter Unfallhilfe und Malteser fahren zu festgelegten Standorten. Sie bieten warme Mahlzeiten und medizinische Basisversorgung an.
Die Üstra bietet auch in diesem Jahr die Übernachtung in der Station Kröpcke (Ebene 5 hinter den Fahrtreppen) ab einer Außentemperatur unter drei Grad Celsius an, und zwar zwischen 21 Uhr und 5 Uhr.
