Der 1. FC Köln bereitete sich im Trainingslager in La Nucia (Spanien) bei durchschnittlich 15 Grad auf den Bundesliga-Re-Start vor. Am Samstag in Heidenheim (15.30/Sky, DAZN und Liveticker bei BILD.de) wartet das komplette Gegenteil: Minusgrade und womöglich Schneesturm. Aus der Sonne geht es direkt in den Eisschrank – und das fast ohne Eingewöhnungszeit.

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Die Kölner reisen am Freitag direkt aus La Nucia nach Heidenheim. Zeit zum Akklimatisieren bleibt kaum. Droht der Kälte-K.o.?

FC-Trainer Lukas Kwasniok (44) bleibt gelassen und macht klar, dass er keinen Nachteil sieht: „Ich glaube, wir sind gut gerüstet für das Spiel in Heidenheim. Wir konnten die Rahmenbedingungen hier natürlich nicht simulieren, aber es sind alles Profisportler, die sowohl bei 15 Grad als auch bei null Grad in der Lage sind, ihre beste Leistung abzuliefern.“

Der Coach verweist auch auf die wechselhaften Bedingungen im Trainingslager: „Wir haben uns hier auch heute auf 18 Grad angepasst, vor ein paar Tagen waren es gefühlt auch nur drei Grad. Mit diesem Auf und Ab muss ein Profifußballer lernen, umzugehen.“

Kwasniok sieht auch gute Vorzeichen im Spanien-Trip: „Wenn man genauer hinschaut, sind die Mannschaften, die im vergangenen Jahr im Trainingslager waren, am ersten Spieltag danach nicht ganz so unerfolgreich gestartet. Von daher ist es ein gutes Omen.“

Auch Sport-Boss Thomas Kessler (39) verteidigt die Entscheidung für das Trainingslager: „Man macht sich vorher immer Gedanken, was der beste Schritt vor so einem Re-Start ist. Ich glaube, wenn wir in Köln geblieben wären, hätten wir sehr schwierige Trainingsbedingungen gehabt. Ich habe lange nicht mehr so einen guten Trainingsplatz erlebt wie hier. Wir hatten perfekte Bedingungen, um uns auf die Aufgaben vorzubereiten, die vor uns liegen.“

Kölns Sport-Boss Thomas Kessler (39)

Kölns Sport-Boss Thomas Kessler (39)

Foto: Getty Images

Heidenheim wählte eine andere Taktik

Der Gegner ging bewusst einen anderen Weg. Heidenheim verzichtete komplett auf ein Trainingslager im Ausland und blieb zu Hause, um sich gezielt auf die winterlichen Bedingungen einzustellen. FCH-Cheftrainer Frank Schmidt (52) sagt dazu: „Wir haben uns dieses Jahr dazu entschlossen, etwas anders zu machen und nicht ins Trainingslager zu reisen. Es wird viel um Mentalität bei uns gehen – und die kann ich hier bei diesen Bedingungen bei uns auf der rauen Ostalb besser schulen.“

Fakt ist: In Heidenheim erwartet Köln Winter-Fußball pur. Ob der FC den schnellen Wechsel von Sonne zu Frost wegsteckt, wird sich zeigen.