Pressemitteilung
Eschweiler. Seit Jahren gilt die Querung der Eifelstraße zwischen Nothberg und Bergrath als Gefahrenstelle für Schulkinder. Obwohl Landesregierung, Polizei und Straßenbaubehörde konkrete Verbesserungen für mehr Sicherheit bestätigt haben, ist bislang nichts umgesetzt worden. Nun erhöht der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling erneut den Druck.
red
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Pressemitteilung
Stefan Kämmerling: Schulweg an der Eifelstraße endlich sicher machen – Landesregierung darf Zusagen nicht folgenlos lassen.
Seit Jahren weisen Eltern, Lehrer und verschiedene Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker auf die gefährliche Verkehrssituation an der Eifelstraße (L11) Ecke Vennstraße zwischen Nothberg und Bergrath hin. Besonders für Schulkinder, die täglich auf dem Weg zur Grundschule Bergrath die Landesstraße überqueren müssen, ist die Situation unübersichtlich und riskant.
Bereits im August hat die Landesregierung auf zwei Kleine Anfragen von Stefan Kämmerling eingeräumt, dass die bestehende Querungshilfe nur unzureichend wirkt. In ihren Antworten bestätigte sie unter anderem, dass es regelmäßig zu gefährlichen Situationen kommt, dass Fahrzeuge teils massiv zu schnell unterwegs sind und dass konkrete Verbesserungsmaßnahmen grundsätzlich möglich und sinnvoll wären.
So empfahl die Kreispolizeibehörde Aachen nach einem Ortstermin ausdrücklich die Verlängerung des vorhandenen Drängelgitters, um Konflikte im Begegnungsverkehr zu reduzieren und die Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger zu erhöhen. Auch der Landesbetrieb Straßen.NRW stellte fest, dass eine Verlängerung des Gitters machbar sei. Zusätzlich bestätigte die Landesregierung, dass der Vorschlag einer Aufbringung von Piktogrammen des Verkehrszeichens „Achtung Kinder“ (Zeichen 136-10) auf der Fahrbahn geeignet wäre, die Aufmerksamkeit auf querende Menschen zu erhöhen und ohne weitere verkehrsrechtliche Anordnung möglich wäre.
Trotz dieser klaren Einschätzungen ist bislang keiner der Vorschläge umgesetzt worden – weder wurde das Drängelgitter verlängert, noch wurden Piktogramme aufgebracht.
Besonders alarmierend: In der Antwort der Landesregierung wurde auf eine extreme Geschwindigkeitsüberschreitung hingewiesen. Am 17. August 2023 wurde an der Eifelstraße ein Fahrzeug mit 101 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen. Für Stefan Kämmerling ist klar: „Solche Zahlen zeigen, wie dringend hier gehandelt werden muss – gerade dort, wo Kinder unterwegs sind und eine Landesstraße auf ihrem Schulweg queren müssen. Die Landesregierung hatte im August angekündigt, dass die Verlängerung des Gitters und der Piktogramme relativ leicht möglich wären – es ist an der Zeit, dass dies nun auch umgesetzt wird.“
Zudem sollte sowohl eine Verkehrsschau der beteiligten Behörden vor Ort stattfinden wie auch die Schulwegplanung zwischen Nothberg und Bergrath zwischen Landesbetrieb Straßen.NRW und Stadt Eschweiler insgesamt überarbeitet werden.
Vor diesem Hintergrund hakt Stefan Kämmerling nun mit einer weiteren Kleinen Anfrage nach. Darin will er konkret wissen, wann das Drängelgitter verlängert wird, wann die Piktogramme aufgebracht werden, welchen Sachstand die Überarbeitung der Schulwegplanung hat und welche Ergebnisse die Verkehrsschau tatsächlich hervorgebracht hat.
„Die Landesregierung hat selbst bestätigt, dass Verbesserungen möglich und sinnvoll sind. Jetzt erwarte ich, dass den Worten auch Taten folgen“, so Kämmerling.
Stadtratsmitglied Michael Roth schließt sich den Worten an und ergänzt: „Es geht hier um die Sicherheit unserer Kinder auf ihrem Schulweg. Nach Jahren des Stillstandes hielt der Landesbetrieb zwei kleine Verbesserungen endlich für realisierbar. Darauf warten wir nun schon lange. Die positive Antwort hat viel Hoffnung auf baldige Verbesserung ausgelöst – diese Hoffnung darf nun nicht zu Ernüchterung werden.“
Stefan Kämmerling MdL

