Bielefeld. Wenn der VfL Schildesche zu seinem Glas-Wulfmeier-Cup lädt, dann sind die Bielefelder Amateurfußballer zur Stelle. Am Samstag, 10. Januar, findet die 32. Auflage des beliebten Hallen-Fußball Turniers in der Sporthalle der Martin-Niemöller-Gesamtschule in Schildesche statt.

Mit von der Partie ist freilich auch der Titelverteidiger VfL Theesen. In diesem Jahr geht die Mannschaft von Trainer Engin Acar als Westfalenligist und somit ranghöchstes Team an den Start. Acar selbst wird die Verantwortung an seinen Co-Trainer Timo Niermann abgeben. „Aber ich denke schon, dass ich als Zuschauer auf der Tribüne sitzen werde“, sagt Acar.

Die Theesener werden nicht mit dem kompletten Kader, der bei der Hallen-Fußball Stadtmeisterschaft aktiv war, in Schildesche antreten. Acar erklärt: „Einige von den Jungs sind angeschlagen und da wollen wir kein Risiko eingehen.“ Aufgefüllt wird der Kader mit talentierten U19-Akteuren.

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Bielefelder Pokal zu Besuch in Afrika

Nachdem der VfL Theesen den Glas-Wulfmeier-Cup im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge – und zum achten Mal insgesamt – gewonnen hatte, durfte er die Glastrophäe, die sonst als Wanderpokal weitergereicht wird, behalten. Acar verrät lachend: „Um den Pokal gibt es ja schon so die eine oder andere Geschichte. Ich erinnere nur daran, dass es ein Jahr gab, da war der Pokal sogar mal in Afrika unterwegs.“ Seinerzeit hatte der mittlerweile Ex-Theesener Yatma Wade die begehrte Trophäe mal zu einem Besuch in der Heimat mitgenommen.

Jan Barkowski, Trainer des gastgebenden A-Ligisten VfL Schildesche, freut sich auf den Budenzauber in der heimischen Halle. Er sagt: „Das eigene Turnier ist natürlich immer etwas Besonderes. Ich würde jetzt nicht sagen, dass wir den Anspruch haben, unser eigenes Turnier zu gewinnen, aber wir wollen auf jeden Fall länger im Turnier bleiben als bei der Stadtmeisterschaft.“ Dort schied der Vizestadtmeister von 2024 nach der Vorrunde aus. Für das Turnier 2026 hat Barkowski zwei Favoriten: „Theesen und Dornberg sind weit vorne.“

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Freude über 5-Meter-Tore im Hallenfußball-Cup

Beim VfL wird auf die Fünf-Meter-Tore gespielt. Das stößt bei den teilnehmenden Teams freilich auf Enthusiasmus. Aber natürlich erzeugt es bei den Zuschauern, die in Schildesche traditionell zahlreich vertreten sind, eine gewisse Erwartungshaltung. Schließlich waren sich die Vereine im Nachgang der Stadtmeisterschaft unisono einig, dass bei den größeren Toren mehr Treffer gefallen wären. Das gilt es nun am Samstag unter Beweis zu stellen.

Oliver Stüwe, Vorsitzender des VfL Schildesche, freut sich darüber, dass auch in diesem Jahr wieder etliche Vereine dem Ruf seines Herzensklubs gefolgt sind. „Wir finden es jedes Jahr aufs Neue wieder klasse, dass die Vereine zu uns kommen.“ Einen Dank schickt er an die ehrenamtlichen Helfer, die Samstag und Sonntag für einen reibungslosen Ablauf sorgen werden.

Der Samstag startet morgens mit einem D-Junioren-Turnier, gefolgt vom Hauptturnier. Sonntagmorgen startet das Frauenturnier, im Anschluss daran das Turnier der B- und C-Ligisten