Bei Experten häufen sich aktuell Anrufe zu verletzten oder humpelnden Füchsen in der Hauptstadt. Der Rotfuchs befindet sich dem Beratungsservice von Wildtiernah Berlin zufolge mitten in der Ranzzeit – seiner Paarungsphase. In dieser Zeit komme es zu Revierkämpfen unter den Rüden, Jungfüchse suchen eigene Territorien, und die Fähen werben mit lautem, durchdringendem Schreien um Partner. Die Tiere seien dadurch hormonell abgelenkt und in unbekannten Gebieten unterwegs. Das erhöhe das Risiko für Verkehrsunfälle.
Hilfe nicht unbedingt nötig
Beinverletzungen oder Knochenbrüche heilen demnach bei Füchsen oft von allein. Ein humpelnder Fuchs brauche also nicht zwingend Hilfe.
Das vom Senat geförderte Projekt Wildtiernah Berlin ist eine zentrale Anlaufstelle, die Beratung bietet, die Versorgung verletzter Wildtiere unterstützt und Institutionen und Pflegestellen vernetzt. Ziel ist es, den Umgang mit Wildtieren in der Stadt zu verbessern. Über das Wildtiertelefon (030 5168 168) erhalten Interessenten Rat und Unterstützung zum Umgang mit Wildtieren in der Stadt.
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In Berlin leben laut dem Wildtierexperten Derk Ehlert schätzungsweise rund 4500 Füchse. Sie ernähren sich von Mäusen, Ratten und Regenwürmern, von Abfällen der Menschen sowie von Fallobst. (dpa)