Trotz Wetterwarnungen

Wieso in Nürnberg die Schulen geöffnet bleiben

09.01.2026 – 10:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Konkurrenz im KlassenzimmerVergrößern des Bildes

Unterricht (Symbolbild): Wann wird eine Schule wegen der Wetterbedingungen geschlossen? (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa-bilder)

Extremwetter über Deutschland: In der Oberpfalz bleiben am Freitag deshalb Schulen geschlossen. Nürnbergs Schüler müssen dagegen raus. Wieso? – erklärt das Schulreferat.

An diesem Freitag herrscht insbesondere im Norden Deutschlands Alarmbereitschaft wegen des angekündigten Sturmtiefs „Elli“. Auch für Nürnberg und Umgebung gelten Wetterwarnungen, wegen „markanter Glätte“, Frost und Schneefall. In der Oberpfalz bleiben deshalb die Schulgebäude verschlossen. In Nürnberg jedoch geht der Schulbetrieb normal weiter. Welche Entscheidungen liegen dem zugrunde? Die Nürnberger Lokalredaktion von t-online hat beim städtischen Schulreferat nachgehakt.

Trotz Schnee, Glätte und eisiger Temperaturen bleiben Nürnbergs Schulen geöffnet. Wie das städtische Schulreferat mitteilt, laufe der Unterricht an allen kommunalen Schulen weitgehend reibungslos. Zu Ausfällen sei es in den vergangenen Tagen nicht gekommen. Wenngleich sich auch mal der eine oder andere Schüler verspätet habe, weil Bus oder Bahn nicht pünktlich waren.

Auch wenn der Schulweg wegen Eis oder Schnee beschwerlich sein kann, bedeute das nicht gleich automatisch Unterrichtsausfall. Die Entscheidung dafür treffe die jeweilige Schule. „Die Schulen agieren hier sehr großzügig, da keine Schülerinnen und Schüler gefährdet werden sollen“, betont eine Sprecherin des zuständigen Referats. Berufliche Schulen ermöglichten außerdem, sich hybrid – also per Video – zum Unterricht dazuzuschalten.

Eine generelle Aufhebung der Schulpflicht ist nur unter klar geregelten Bedingungen möglich. Laut Vorgaben des Bayerischen Kultusministeriums kann der Präsenzunterricht dann ausfallen, wenn extreme Wetterverhältnisse eine akute Gefahr für die Kinder und Jugendlichen darstellen. Die Entscheidung darüber müsse meist kurzfristig getroffen werden, solle aber – wenn möglich – am Vortag bekannt gegeben werden. Damit Eltern und Schulen planen können.

Verantwortlich für solche Entscheidungen ist dann die „lokale Koordinierungsgruppe Witterung“. Sie prüft, ob ein geordneter Unterrichtsbetrieb in einer Region noch möglich ist. Fällt ihre Einschätzung negativ aus, gilt die Entscheidung einheitlich für alle öffentlichen Schulen im betroffenen Gebiet – und ist verbindlich.

In Nürnberg sehen die Experten aktuell keinen Anlass für Einschränkungen. Ein geordneter Unterrichtsbetrieb sei möglich, so die Sprecherin des Schulreferats.