Unruhe beim 1. FC Köln – und das ausgerechnet vor dem wichtigen Spiel in Heidenheim (Samstag, 15.30 Uhr)! Trainer Lukas Kwasniok (44) hat Luca Waldschmidt (29) noch während des Trainingslagers im spanischen La Nucía aus dem Spieltagskader gestrichen. Zuerst hatte Sky über den Vorfall berichtet.

Offiziell wollte der FC den Kader-Rausschmiss nicht bestätigen. Nach BILD-Informationen ist jedoch klar: Waldschmidt wird in Heidenheim definitiv fehlen. Hintergrund sollen unterschiedliche Auffassungen zwischen dem Offensivspieler und seinem Trainer sein.

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Der Streitpunkt: Waldschmidt sieht sich trotz ordentlicher Werte (drei Tore, zwei Vorlagen) als klaren Stammspieler. Unter Kwasniok kommt er jedoch bislang nur unregelmäßig zum Zug – zehn Einsätze, davon fünf als Joker. Der Coach fordert dagegen deutlich mehr Konstanz und Leistung. Das soll er dem Spieler auch in einem persönlichen Gespräch unmissverständlich mitgeteilt haben. Ein zuletzt erschienenes Interview, in dem Waldschmidt seine Unzufriedenheit über seine Rolle äußerte, soll nach Vereinsangaben nicht ausschlaggebend für das Kader-Aus gewesen sein.

Brisant: Schon unter Ex-Trainer Gerhardt Struber (48) hatte Waldschmidt das Gespräch gesucht, weil er sich auch damals zu wenig berücksichtigt fühlte. Die Problematik zieht sich also weiter durch.

Luca Waldschmidt spielt seit Juli 2021 für den 1. FC Köln

Luca Waldschmidt spielt seit Juli 2021 für den 1. FC Köln

Foto: WITTERS

Steht Waldschmidt vor dem Abflug?

Während der Rest der Mannschaft direkt aus Spanien nach Heidenheim reiste, musste Waldschmidt bereits am frühen Freitagmorgen zurück nach Köln. Dort dürfte er nun gründlich über seine Zukunft nachdenken. Sein Vertrag läuft zwar noch bis 2027, doch ein Wechsel ins Ausland gilt schon länger als mögliche Option.

Sportchef Thomas Kessler (39) hatte zuletzt erklärt: „Ich schließe nicht aus, dass uns noch Spieler verlassen werden. Einige werden genau beobachten, was in den ersten Wochen passiert.“ Waldschmidt gehört dabei ganz sicher zu den Kandidaten.

Als wäre das nicht genug, plagen Köln weitere Sorgen: Mit Dominique Heintz (32) fällt bereits der fünfte Innenverteidiger aus. Er meldete sich mit muskulären Problemen ab. Hübers und Kilian laborieren an Knieverletzungen, Schmied fällt mit Oberschenkelproblemen aus, Van den Berg fehlt gesperrt.

Unruhe, Personalsorgen – und jetzt auch noch ein prominenter Kader-Knall. In Köln brennt es vor dem Start gewaltig.