Kreislaufschrank, Rikscha-Verleih, Mitmach-Supermarkt: In Giesing verstecken sich Orte der Nachhaltigkeit oft in den Seitenstraßen. Damit sie auch gefunden werden, hat der Verein Green City die Giesinger Plätze, an denen Nachhaltigkeit gelebt wird, zusammengetragen: ob Second-Hand-Laden, Bio-Supermarkt und Bücherschrank oder Schustergeschäft und Schneiderwerkstatt. Auf einer neuen Stadtteilkarte sind sogar die Obstbäume auf öffentlichem Grund markiert, von deren Zweigen Bürger kostenlos Kirschen, Mirabellen, Nüsse oder Äpfel ernten können.
Nach der Maxvorstadt, dem Westend und Neuperlach hat nun auch Giesing so eine Nachhaltigkeitskarte, inklusive einiger Lieblingsorte der Green City-Mitarbeiter. In einer Auflage von 1700 Stück gedruckt, liegt die Karte an vielen Plätzen aus, darunter in der Stadtbibliothek Giesing in der Deisenhofener Straße oder im Lokal Gans Woanders in der Pilgersheimer Straße.
Auch im Schulunterricht wird die Karte genutzt
„Schulen verwenden unsere Karte im Unterricht und machen Ausflüge zu den Orten“, weiß Lea Wieser (36) von Green City. Die Stattauto-Standorte sind aufgelistet, die „Givebox“ der Philippuskirche, das Kartoffelkombinat mit seinen Abholstationen, das Repaircafé und der Giesinger Frischemarkt.

Eine beliebte Tauschbörse ist die rote Büchertelefonzelle nahe Kolumbusplatz in Untergiesing.
© Green City
Eine beliebte Tauschbörse ist die rote Büchertelefonzelle nahe Kolumbusplatz in Untergiesing.
von Green City
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Die Lieblingsorte der Green-City-Mitarbeiterinnen
„Wir regen zu Spaziergängen mit der Karte in der Hand an. Oft geht man vorbei und nimmt Dinge nicht wahr. Oder ein tolles Angebot liegt in einer Ecke des Viertels, in die man sonst nie hinkommt“, meint die stellvertretende Vereinsleitung im Bereich Bildung.

Sie sind durch den Stadtteil gestreift: Katharina Lindemann (l.) und Lea Wiser von Green City.
© Franziska Behringer
Sie sind durch den Stadtteil gestreift: Katharina Lindemann (l.) und Lea Wiser von Green City.
von Franziska Behringer
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Sie selbst war beeindruckt vom Mitmach-Supermarkt „Food Hub“, eine Genossenschaft, in der Mitglieder verbilligt einkaufen und dafür ab und zu mitarbeiten. „Das ist ein anderes Einkaufen, total schön. Die Leute dort kennen sich, das schafft eine freundliche Atmosphäre“, sagt sie zu dem alternativen Konzept.

Die Nachhaltigkeitskarte von Giesing.
© Green City
Die Nachhaltigkeitskarte von Giesing.
von Green City
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Hier können Bürger ihre Trinkflasche mit Wasser auffüllen
Green City hat auch die Giesinger Standorte der Refill-Initiative versammelt: Das sind Läden, wie das Karusa an der Humboldtstraße 6, oder Praxen, in denen Passanten kostenfrei ihre Trinkflasche mit Wasser auffüllen können. Ebenfalls aufgeführt ist der Trinkwasserbrunnen am Grünspitz – diese Adressen sind besonders nützlich an heißen Tagen – die garantiert wieder kommen.

Ernten erlaubt: Von diesem Apfelbaum auf öffentlichem Grund, am Übergang von der Lebscheestraße zur Birkenleiten, können Bürger im Herbst Äpfel ernten.
© Lea Wiser
Ernten erlaubt: Von diesem Apfelbaum auf öffentlichem Grund, am Übergang von der Lebscheestraße zur Birkenleiten, können Bürger im Herbst Äpfel ernten.
von Lea Wiser
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Weitere Infos zu Giesing-Themen wie gemeinsamem Kochen mit den Nachbarn, Erkundungstouren oder Tausch-, Back- und Selbermach-Aktionen gibt es hier: greencity.de