1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bremen

DruckenTeilen

KatzeDas Bremer Übersee-Museum setzt auf den Katzen-Kult. © Volker Beinhorn/Üm

Mehrere Bremer Museen melden steigende Besuchszahlen – so auch das Übersee-Museum.

Bremen – Ist es – analog zur gegenwärtigen Magie-Ausstellung – Zauberei? Wie auch immer, das Bremer Übersee-Museum meldet steigende Besuchszahlen. Im Jahr 2025 sind insgesamt 110.239 Besucherinnen und Besucher ins Haus gekommen, sagte eine Sprecherin am Freitag. Damit stieg die Besucherzahl bis zum 31. Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent.

„Mit der neuen Dauerausstellung ‚Der blaue Kontinent – Inseln im Pazifik‘ und unserer Sonderausstellung ‚Magie‘ haben wir offenbar ins Schwarze getroffen – wir freuen uns sehr über den Besucherzuwachs für 2025. Mit dem neuen Programm 2026 wollen wir an diesen Erfolg anknüpfen“, so Museumsdirektorin Prof. Dr. Wiebke Ahrndt.

Offenbar gibt es zudem einen Trend zum Museumsbesuch. Mit 170.000 Personen hatte die Kunsthalle Bremen 2025 die beste Besuchszahl seit 2012 erreicht. Und das Focke-Museum verdoppelte seine Besucherzahl im vorigen Jahr auf 57.328, obwohl dort wegen des Umbau gegenwärtig überhaupt keine Dauerausstellung zu Bremens Geschichte zu sehen ist.

Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte

Zurück ins Übersee-Museum, wo die „Magie“-Ausstellung noch bis zum 7. April dauert. Und die weiteren Pläne? Vom 26. Juni bis zum 3. Januar 2027 beleuchtet das Übersee-Museum in der Kabinettausstellung „Tibati – Bremen und zurück“ einmal mehr seine eigene koloniale Vergangenheit (das Haus ist eine Gründung der Kolonialzeit) und deren Auswirkungen bis in die Gegenwart hinein. Ausgangspunkt ist hier die Plünderung und Zerstörung der Stadt Tibati im heutigen Kamerun durch deutsche Kolonialtruppen im Jahr 1899. Teile des damaligen Raubguts gelangten 1902 in die Sammlung des Museums.

Als große Sonderausstellung ist eine Katzen-Schau geplant, was kurios anmutet, da auch die Kunsthalle sich in diesem Jahr einem Haustier widmet, dem Dackel. Im Übersee-Museum heißt es ab 10. Oktober „Kult Katze!“, denn, so die Sprecherin: „Katzen gehören zu den faszinierendsten Tieren der Menschheitsgeschichte. Vom Löwen und Tiger bis zur Hauskatze auf dem Sofa beleuchtet die Ausstellung auf 800 Quadratmetern durch die Jahrtausende hinweg die verschiedenen Rollen, welche Katzen in Religion, Mythos und Popkultur einnehmen.“