18:08 Uhr | UN-Behörde verhandelt über Feuerpause am AKW Saporischschja
Die Internationale Atomenergiebehörde verhandelt mit Russland und der Ukraine über eine begrenzte Feuerpause rund um das Atomkraftwerk Saporischschja. Ziel ist es, eine beschädigte Stromleitung reparieren zu können. Nach Angaben von IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi wurde bei Kämpfen Anfang Januar die letzte Notfallleitung beschädigt. Das von russischen Truppen besetzte Kraftwerk wird derzeit nur noch über eine Hauptstromleitung versorgt. Für Reparaturen sei eine Kampfpause in einem Umkreis von etwa zehn Kilometern notwendig, damit ukrainische Techniker sicher arbeiten könnten.
Die sechs Reaktoren sind zwar abgeschaltet, müssen aber weiter gekühlt werden. IAEA-Beobachter berichten zuletzt von verstärkten Kampfhandlungen in der Nähe der Anlage. (Quelle: dpa)
16:29 Uhr | Ukraine sieht Kriegsverbrechen in Angriff mit Hyperschallrakete
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU stuft den nächtlichen russischen Angriff mit einer Hyperschallrakete auf die westliche Region Lwiw als Kriegsverbrechen ein. Russland habe inmitten sich stark verschlechternder Wetterbedingungen versucht, kritische Infrastruktur in der Nähe der Grenze zur Europäischen Union zu zerstören, teilt der SBU mit. (Quelle: Reuters)
Update 14:28 Uhr | Klitschko ruft Bewohner von Kiew zum Verlassen der Hauptstadt auf
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat die Bewohner der ukrainischen Hauptstadt aufgerufen, die Stadt vorläufig zu verlassen, wenn sie außerhalb von Kiew über andere Möglichkeiten zum Bezug von Strom und eine warme Unterbringung verfügen sollten. Hintergrund ist, dass nach einem russischen Luftangriff Klitschko zufolge in etwa der Hälfte aller Wohnblöcke die Heizungen ausgefallen ist. Betroffen seien rund 6.000 Gebäude. Zudem gebe es Probleme bei der Wasserversorgung. (Quelle: Reuters)
14:16 Uhr | Bundesregierung: Indien soll Öl- und Gas-Käufe aus Russland zurückfahren
Kurz vor der Indien-Reise von Kanzler Friedrich Merz hat die Bundesregierung Indien aufgefordert, die Käufe von Gas und Öl aus Russland zurückzufahren. „Die Bundesregierung wirkt ebenso wie die EU darauf hin, dass die indische Regierung die Umgehung von gegen Russland gerichteten Sanktionen durch indische Unternehmen unterbindet, sowie die Energieimporte aus Russland nach Indien auch reduziert werden“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer. (Quelle: Reuters)
14:12 Uhr | Berlin verurteilt Oreschnik-Einsatz durch russische Armee
Die Bundesregierung hat den russischen Angriff mit der Hyperschallrakete Oreschnik auf die Ukraine verurteilt. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer sagte in Berlin, während sich die Ukraine, die USA und Europa intensiv für Frieden einsetzten, habe Russland die Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine eingesetzt Die Bundesregierung verurteile das „aufs Schärfste“. Mit ihrem Angriff auf zivile ukrainische Energieinfrastruktur habe Russland den Konflikt „nochmals eskaliert“. (Quelle: AFP)