– Nach einem Feuer ist der Obdachlosenunterstand nahe der Nürnberger Königspassage gesperrt. Da der Bereich laut der Stadt Nürnberg mehrere Vorteile hat, prüft sie jetzt einen Wiederaufbau des Unterstands.

Ein herber Verlust: In der Silvesternacht vom 31. Dezember 2025 auf den 1. Januar 2026 brannte der stark frequentierte Obdachlosenunterstand in der Nähe der Nürnberger Königstorpassage unterhalb der Brücke zum Handwerkerhof ab. Der Unterstand musste daraufhin abmontiert und der Bereich aus Sicherheitsgründen gesperrt werden, informiert die Stadt Nürnberg nun in einer Mitteilung.

Doch dabei soll es vermutlich nicht bleiben. Wie es in der Mitteilung heißt, prüfe die Stadt einen Wiederaufbau, denn der Unterstand habe sich in der Vergangenheit durchaus bewährt. Gerade im Sommer könnten sich dort obdachlose Menschen niederschwellig aufhalten. Zudem leiste er „einen Beitrag zur Entschärfung von Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum“, so die Stadt.

Auch Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie und Soziales bei der Stadt Nürnberg, äußert sich dazu und sagt: „Der Unterstand war ein wichtiges niederschwelliges Angebot für Menschen, die keinen eigenen Rückzugsort haben. Er hat gezeigt, dass soziale Infrastruktur im öffentlichen Raum notwendig ist, um Obdachlosigkeit nicht weiter zu verdrängen, sondern menschenwürdig zu begleiten. Solche Angebote entlasten nicht nur den öffentlichen Raum, sondern sind Ausdruck sozialer Verantwortung.“

Damit nicht genug: Auch aus Sicht der Sicherheitsbehörden sei der Unterstand wichtig gewesen, heißt es in der städtischen Mitteilung. Die dortigen Mitarbeitenden hätten so bei notwendigen ordnungsrechtlichen Maßnahmen alternative Aufenthaltsmöglichkeiten aufzeigen können.

Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist bislang nicht abschließend geklärt. Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

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