Die deutsche Motorsport-Legende Hans Herrmann ist tot. Der frühere Le-Mans-Gesamtsieger starb am Freitag im Alter von 97 Jahren. Das teilte Porsche unter Berufung auf die Familie des Rennfahrers mit.

Herrmann gehörte zu den prägenden Figuren des internationalen Motorsports. Seinen größten Triumph feierte er 1970, als er gemeinsam mit Richard Attwood im Porsche 917 das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewann. Es war der erste Gesamtsieg von Porsche bei dem prestigeträchtigen Langstreckenklassiker – ein Meilenstein für den Hersteller und für Herrmann selbst.

Porsche-Fahrer Herbert Linge (l.) mit Hans Herrmann bei einem Rennen 1954

Porsche-Fahrer Herbert Linge (l.) mit Hans Herrmann bei einem Rennen 1954

Foto: Porsche

„Hans im Glück“ einer der erfolgreichsten Rennfahrer seiner Zeit

Der gebürtige Stuttgarter war bekannt für seinen kompromisslosen Fahrstil und seinen Mut auf der Strecke. In seiner Karriere fuhr er unter anderem für Porsche, Mercedes und BMW und überlebte mehrere schwere Unfälle, was ihm den Spitznamen „Hans im Glück“ einbrachte.

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn blieb Herrmann dem Motorsport eng verbunden und war bis ins hohe Alter bei historischen Rennen und Porsche-Veranstaltungen präsent. Porsche würdigte ihn als einen der ganz Großen der Unternehmens- und Motorsportgeschichte.

Mit Hans Herrmann verliert der deutsche Motorsport eine seiner letzten echten Ikonen der frühen Rennsport-Ära. Er hinterlässt seine Frau Magdalena und zwei Söhne sowie einen Enkel.