Standdatum: 9. Januar 2026.

Autorinnen und Autoren:
Katharina Mild

Zwei Straßenbahnen begegnen sich im Schneegestöber

Die BSAG zog am Freitag die Notbremse. Am Samstag sollen alle Busse und Bahnen wieder fahren.

Bild: Radio Bremen | Jan Weyrauch

Glatte Straßen, ausgefallene Züge und Busse sowie geschlossene Schulen haben den Tag in Bremen und Bremerhaven geprägt. Am Samstag soll wieder mehr Normalität einkehren.

Wintersturm „Elli“ hat in ganz Deutschland für Schnee und Glätte gesorgt. Die Deutsche Bahn musste in Norddeutschland den Fernverkehr einstellen, und auch im Regionalverkehr fuhren den gesamten Tag nur vereinzelt Züge. Die Nordwestbahn stellte die meisten Linien ein, der Metronom ließ seine Züge im Laufe des Tages auch stehen. Am Wochenende soll sich die Lage aber beruhigen.

Ab Samstagmorgen soll der Fernverkehr der Deutschen Bahn in Norddeutschland schrittweise wieder anlaufen. Und auch dann müssen Reisende noch mit Einschränkungen und Ausfällen rechnen. Regionalzüge fuhren auch am Abend vom Bremer Hauptbahnhof nur vereinzelt, unter anderem in Richtung Osnabrück und Norddeich-Mole. 

Die BSAG hatte den Busverkehr im Laufe des Tages eingestellt, ab dem Nachmittag liefen einige Linien wieder an – wenn auch mit anhaltenden Verspätungen. Die Straßenbahnlinien 5, 8 und 14 fahren gar nicht, auf den anderen Linien gibt es Einschränkungen. Auch hier soll ab Samstag wieder der Regelbetrieb aufgenommen werden, auch wenn weiter mit Einschränkungen zu rechnen ist, heißt es von der BSAG. In Bremerhaven fuhren die Busse den Tag über grundsätzlich, aber auch hier kam und kommt es zu Verspätungen und Ausfällen.

Werder-Spiel fällt aus

In Bremen wurde außerdem das für Samstag geplante Bundesligaspiel zwischen dem SV Werder Bremen und der TSG Hoffenheim abgesagt. Grund sind starke Glätte sowie Schneeverwehungen in und um das Weserstadion.

Bilder vom Schnee in Bremerhaven

Das große Chaos auf den Bremer Straßen blieb laut Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) aus. Trotzdem habe es immer wieder kleine Unfälle gegeben, weil die Autos von der Fahrbahn abrutschten. Den ganzen Tag über seien Hauptfahrstraßen regelmäßig geräumt und gestreut worden. Problem sei aber der permanent fallende Neuschnee gewesen, hieß es von der VMZ.

In den Kliniken des Bremer Verbunds Gesundheit Nord blieb es in den Notaufnahmen „eher ruhig“, wie eine Sprecherin im Laufe des Tages sagte. „Wir haben den Eindruck, dass die Warnungen gehört wurden und viele Menschen sicherheitshalber zu Hause geblieben sind.“

Dieses Thema im Programm:
Bremen Eins, Nachrichten, 9. Januar 2026, 19 Uhr