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Franziska Schwarz-Beck © FDP
Die Kommunalpolitikerin tritt aus Fraktion und Partei aus. Ihre Beweggründe will sie kommende Woche erklären. Die FDP zeigt sich vom Austritt überrascht und enttäuscht.
Weyhe – Franziska Schwarz-Beck hat ihren Austritt aus der FDP-Fraktion im Rat der Gemeinde Weyhe und aus der Partei erklärt. Das hat die Kommunalpolitikerin, die sich insbesondere zu Bildungsthemen engagiert, am Freitag bestätigt. Ihr Mandat im Gemeinderat will sie demnach behalten. Auf ihre Beweggründe wollte Schwarz-Beck kurzfristig nicht eingehen. Dafür kündigte sie ein Pressegespräch am kommenden Mittwoch an.
Die Weyher FDP zeigt sich von der Entscheidung enttäuscht und vollkommen überrascht. „Ich habe nie festgestellt, dass wir einen Dissens hatten“, sagte Marco Genthe, stellvertretender Ortsvorsitzender und Fraktionsmitglied. Er sei auch persönlich enttäuscht und bedauere die Entscheidung, weil Schwarz-Beck sich immer sehr stark eingebracht habe.
In einem Facebook-Beitrag vom Freitag bezeichnete der FDP-Ortsverband den Austritt als nicht nachvollziehbar. „Das kam nicht nur unerwartet, sondern wirft bei uns auch viele Fragezeichen auf.“ Die Liberalen versprechen darin: „Wir bleiben dran. Für Weyhe. Für klare Worte. Für sachliche Politik.“ Das verbanden sie mit einem Seitenhieb: „Politik ist kein ‚Ghosting per WhatsApp‘, sondern Teamarbeit.“
Für den Gemeinderat bedeutet der Austritt ein Dreivierteljahr vor der Kommunalwahl eine erneute Umbildung, nachdem Falk Brozio im März die SPD-Fraktion verlassen hatte. Mit Schwarz-Beck verliert die FDP nun eins von drei Mandaten im Gemeinderat. Es wird also voraussichtlich noch einmal zu Umbildungen in den Ausschüssen kommen.
Schwarz-Beck war 2022 für Antje Sengstake in den Gemeinderat nachgerückt. Kommunalpolitikerin sei sie geworden, weil sie Bürgernähe und Transparenz vermisst habe, sagte Schwarz-Beck seinerzeit unter Verweis auf die Einrichtung des sogenannten Schwebebezirks für Grundschulkinder aus Leeste und Erichshof.