Oberbürgermeister Matthias Buschfeld mit den Sternsingern vor dem Bottroper Rathaus (Foto: © Stadt Bottrop)
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Bottrop. Traditionell zählen sie zu den ersten offiziellen Gästen im neuen Jahr: Rund 50 Sternsingerinnen und Sternsinger aus dem gesamten Stadtgebiet haben am Dreikönigstag (6. Januar) das Bottroper Rathaus besucht.
Unter dem Leitwort „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ brachten sie ihre Botschaft von Hoffnung, Versöhnung und Frieden in das Rathaus. Nach einem gemeinsamen Singen des Liedes „Stern über Bethlehem“ begrüßte Oberbürgermeister Matthias Buschfeld die Kinder und ihre Begleiterinnen und Begleiter herzlich und würdigte ihr Engagement für Solidarität und weltweite Unterstützung von Kindern in Not.
In seiner Ansprache hob Buschfeld die Bedeutung von Bildung als Grundlage für eine gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft hervor. „Bildung öffnet Türen, stärkt Selbstbestimmung und ermöglicht Kindern, ihre Träume unabhängig von ihrer Herkunft zu verfolgen. Kinderarbeit dürfen wir nicht tolerieren – sie raubt jungen Menschen ihre Kindheit, gefährdet ihre Gesundheit und schränkt ihre Zukunftschancen massiv ein“, so der Oberbürgermeister.
Abschließend dankte er den Sternsingern sowie ihren Familien, Lehrkräften, Helferinnen und Helfern und den Kirchengemeinden für ihr Engagement: „Ich danke euch, liebe Sternsinger, für euren unermüdlichen Einsatz. Ihr erinnert uns daran, dass Nächstenliebe und damit auch Solidarität konkret wird, wenn wir handeln – durch Bildung und durch den Schutz der Schwächsten über alle Grenzen hinweg.“ Zur Unterstützung der Aktion überreichte Buschfeld einen Spendenbeitrag für die Sammelschatulle.
Auch Propst Dr. Jürgen Cleve schloss sich den lobenden Worten an. Er betonte die besondere Bedeutung der Sternsingeraktion für die Bottroper Gemeinden und würdigte das langjährige, kontinuierliche Engagement, das nicht selbstverständlich sei. Da es für Oberbürgermeister Matthias Buschfeld in seiner Funktion der erste Besuch der Sternsingerinnen und Sternsinger war wünschte Stadtdechant Cleve ihm, dass es ihm immer “gelingt, den Frieden in der Stadt zu wahren. Dazu gehört auch Kompromisse zu schließen hier am wichtigsten Ort in der Stadt, im Ratssaal. Wenn so viele kleine Königinnen und Könige im Ratssaal, dem Ort der Demokratie, versammelt sind, dann ist ein gutes Zeichen.”
Zum Abschluss des Besuchs brachten die Kinder den traditionellen Segensspruch „20 C+M+B 26“ am Haupteingang des Rathauses an – rechts für Kirchhellen, links für Bottrop. Die Buchstaben stehen für den lateinischen Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne dieses Haus“).
Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit
Die diesjährige Sternsingeraktion lenkt den Blick auf Bangladesch. Trotz Fortschritten arbeiten dort noch rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche, etwa 1,1 Millionen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich vor Ort dafür ein, Kinder aus Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.
Seit 1959 hat sich die Aktion Dreikönigssingen zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Zum Jahresbeginn 2025 sammelten Sternsingerinnen und Sternsinger bundesweit rund 48,1 Millionen Euro. In den ersten Januartagen waren Gruppen aus 7.328 Pfarrgemeinden, Schulen, Kindergärten und weiteren Einrichtungen unterwegs.
Die Bottroper Sternsingeraktion zählt seit vielen Jahren zu den größten und erfolgreichsten Hilfsaktionen Bottroper Kinder für Kinder in Not. Weitere Informationen zur Aktion Dreikönigssingen 2026 finden sich unter www.sternsinger.de.

