Der ganzen Region Braunschweig droht eine tückische Gefahr von oben: Eisregen.

Und weil solch ein Blitzeis verdammt gefährlich ist, kippt die Stadt Braunschweig ein bestehendes Verbot.

Braunschweig geht seltenen Schritt

Aktuell gehen die Wetter-Experten davon aus, dass es am Freitag (9. Januar) etwas milder wird. Dann soll es in Braunschweig auch noch Niederschläge geben. Von Schnee über Schneeregen bis hin zu Regen ist alles möglich. Und genau das macht die Sache so gefährlich: Denn dann bildet sich Blitzeis. Diese Glätte lässt sich mit normalen abstumpfenden Streustoffen wie Splitt nicht mehr ausreichend bekämpfen.

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Und weil dann auch noch fürs Wochenende in Braunschweig nachts und morgens zweistellige Minusgrade vorhergesagt werden, zieht die Stadt am Donnerstag (8. Januar) die Reiß- beziehungsweise Eisleine – und erlaubt den Braunschweigern, das eigentlich verbotene Streusalz zu verwenden!

„Aufs notwendige Maß beschränken“

„Zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit auf Gehwegen ist deshalb die Verwendung von Streusalz ausnahmsweise gestattet“, hieß es. Und zwar von Freitag (9. Januar), 0 Uhr bis Montag (12. Januar), 22 Uhr. Gleichzeitig betont die Stadt Braunschweig: „Streusalz sollte im Interesse der Umwelt auf das notwendige Maß beschränkt bleiben.“ Die Braunschweiger sollten es also wirklich nur dann einsetzen, wenn tatsächlich Eisglätte eintritt oder sich Schneereste nicht anders entfernen lassen, um die Verkehrssicherheit auf den Gehwegen zu gewährleisten. Ansonsten reiche Splitt nach einer Schneeräumung aus. Öffentliche Gehwege müssen an Werktagen von 7 bis 22 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 8 Uhr bis 22 Uhr entsprechend geräumt und „trittsicher“ gemacht werden.

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Die Stadt Braunschweig bittet Autofahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer darum darum, sich in den kommenden Tagen „auf möglichweise schwierige Verkehrsverhältnisse einzustellen.“ Du solltest dein Verhalten entsprechend anpassen und besonders vorsichtig sein. Radwege im öffentlichen Raum würden zwar maschinell vom Schnee geräumt, aber aus Gründen des Umwelt- und Baumschutzes nicht mit Auftausalzen behandelt, sagt die Stadt. Radfahrern sollten also gegebenenfalls kurzfristig auf Busse oder Bahnen ausweichen – sofern die denn fahren können…